Fälle & Unfälle

Sozialarbeiter Tino H. wurde am 1. April 2016 nach 3,5 Jahren endgültig vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Foto: Martin Schöler
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Verdurstetes Kleinkind: Staatsanwaltschaft geht in Revision

Das Verfahren um die mögliche Mitschuld eines Sozialarbeiters an dem qualvollen Tod des kleinen Kieron-Marcel (2) im Juni 2012 geht in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das gestrige Urteil des Landgerichts Revision eingelegt. Die 9. Strafkammer hatte den früheren Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialdienstes, Tino H. (42), vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Sozialarbeiter Tino H. wurde am 1. April 2016 nach 3,5 Jahren endgültig vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Foto: Martin Schöler
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Verdurstetes Kleinkind: Landgericht spricht zuständigen Sachbearbeiter des Jugendamts frei

Das Landgericht Leipzig hat am Mittwoch einen früheren Mitarbeiter des Jugendamts vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Tino H. (42) eine Mitschuld am tragischen Tod des zweijährigen Kieron-Marcel vorgeworfen. Das Kleinkind war am 13. Juni 2012 in einer Gohliser Wohnung verdurstet, nachdem seine Mutter wenige Tage zuvor an einer Überdosis Heroin verstorben war.

NPD-Stadtrat Enrico Böhm. Foto: L-IZ.de
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Inhaftierter NPD-Stadtrat: Gegen Böhm sind mindestens vier Strafverfahren anhängig

Seit dem 2. August sitzt Enrico Böhm (32) in Untersuchungshaft. Der NPD-Stadtrat hatte sich auf dem Weg zu einer Anti-Asyl-Kundgebung in Grimma mit einem Radfahrer angelegt. Die Staatsanwaltschaft erwirkte wegen Verdunkelungsgefahr einen Haftbefehl. Während Böhms Kameraden gegen die Inhaftierung des Kreisvorsitzenden protestieren, sieht sich der Kommunalpolitiker mit mindestens vier laufenden Verfahren konfrontiert.

Im Rahmen der Fahrpreiserhöhung am 1. August Ziel von autonomen Attacken auf Auomaten. Die LVB. Foto: L-IZde
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Autonome greifen Fahrkartenautomaten, Polizeiauto und Büro von Frauke Petry an

Leipzigs Autonome lassen nicht locker. Ende Juli zerstörten Unbekannte fünf Fahrkartenautomaten der Leipziger Verkehrsbetriebe. In der Nacht zu Donnerstag griffen Linksextremisten das Firmenbüro von AfD-Chefin Frauke Petry an. Etwa eine Stunde später ging vor dem Polizeiposten in der Eisenbahnstraße ein Polizeiwagen in Flammen auf. Sechs Tatverdächtige wurden heute festgenommen.

Vermummungsabsichten im Umfeld von Demos kosten Geld. Foto: L-IZ.de
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Prozess gegen Linksaktivist: Verteidiger fordert Amtsrichterin heraus

Vor dem Amtsgericht endete am Mittwoch die Verhandlung gegen einen linken Aktivisten in einer TV-reifen Showeinlage des Leipziger Strafverteidigers Daniel Werner. Sein Mandant Niko H. (35) musste sich nach Beteiligung an einer Protestaktion gegen Asylgegner wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Mit einem kalkulierten Eklat versuchte der Rechtsanwalt, Richterin Julia Weidelhofer zu provozieren.

Enrico Böhm bei Legida am 6. Juli 2015 - Ein Ordner musste ihn zurückhalten. Foto: Alexander Böhm
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NPD-Stadtrat Enrico Böhm sitzt in Haft

Enrico Böhm (32), Stadtrat und Vorsitzender der NPD in Leipzig, hat es geschafft. Einmal mehr hat er eine Person angegriffen. Wieder muss er mit einer Freiheitsstrafe rechnen. Seine letzte Eskapade ereignete sich am Sonntag im Ortsteil Mölkau bei einer Autofahrt. Er geriet mit einem Fahrradfahrer aneinander. Jetzt sitzt er wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft, womöglich das Ende der Freiheit für den Mehrfachtäter.

Faltblatt zur sächsischen Verkehrsunfallstatistik 2014. Repro: L-IZ
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Am gefährlichsten sind in Sachsen immer die Tage kurz vor den Ferien

Sommermonate sind gar keine guten Zeiten für Radfahrer und für Motorradfahrer. Das belegt auch das im Juli vom Landesamt für Statistik vorgelegte Faltblatt "Straßenverkehrsunfälle in Sachsen". Während Fußgänger besonders in den Wintermonaten Opfer von Verkehrsunfällen werden und dabei schwer verletzt werden, wird es für Radfahrer mit steigenden Temperaturen immer gefährlicher. Was natürlich auch daran liegt, dass die meisten Sachsen in der wärmeren und helleren Jahreszeit das Rad rausholen.

Unterstützer vor der Freitaler Flüchtlingsunterkunft. Foto: Alexander Böhm
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„Nein zum Heim“ – Mitgründer in Erstaufnahme ehrenamtlich tätig

Freital kommt nicht aus den Schlagzeilen, aufgrund der zahlreichen Aktivitäten gegen die Asylbewerberunterkunft im Hotel „Leonardo“ und deren Unterstützer. Rassismusgegner äußerten vor Kurzem Vorwürfe gegen einen Ehrenamtler im Heim. Pikant: Er war ein „Nein zum Heim“-Mitorganisator. Der Unterbringungs-Betreiber "Pro Shelter" entband ihn daraufhin von seinen Aufgaben. Mittlerweile sieht man keine Gründe mehr, den Helfer von seinem Amt fernzuhalten.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Pärchen wegen Kindesmissbrauch vor Gericht

Monika G. (42) und Mario W. (42) stehen seit Freitag vor dem Landgericht Leipzig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Kind einer Nachbarin in Leipzig-Heiterblick sexuell missbraucht und Bildaufnahmen ihrer Handlungen weiterverbreitet zu haben.

Strafverteidiger Stefan Costabel vertritt den mutmaßlichen Betreiber des Drogenversands "Shiny Flakes". Foto: Martin Schöler
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Drogenkriminalität: Interview mit Shiny-Flakes-Verteidiger Stefan Costabel

Leipzig erwartet einen der größten Drogenprozesse der Nachwende-Ära. Maximilian S. (21) soll aus seinem Gohliser Kinderzimmer über den Webshop "Shiny Flakes" mit über 900 Kilo Rauschgift gehandelt haben. Die Umsätze beliefen sich laut Anklage auf über vier Millionen Euro. Strafverteidiger Stefan Costabel äußert sich im Interview gegenüber L-IZ.de zu Zielen und Strategie seines Mandanten.

Drogenwebsite shiny-flakes.to
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Webversand “Shiny Flakes”: Drogen aus dem Kinderzimmer

Im Herbst findet am Landgericht einer der spektakulärsten Drogenprozesse der Post-DDR-Ära statt. Ein 20-Jähriger soll von seinem Gohliser Kinderzimmer aus von Dezember 2013 bis Februar 2015 über das Internet mit hunderten Kilo Rauschgift gedealt haben. Sein Webshop „Shiny Flakes“ galt unter Konsumenten und Zwischenhändlern als zuverlässige Bezugsquelle für verbotene Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente.

Rettungswagen auf der Karl-Liebknecht-Straße. Foto: Ralf Julke
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Sachsens Regierung kann nicht mal sagen, ob die neuen Rettungsleitstellen wirklich funktionieren

Was passiert eigentlich mit einem Land, in dem die Infrastrukturen ausgedünnt sind und ganze Regionen abgehängt werden von einer eigentlich ganz selbstverständlichen Versorgung? In den vergangenen Jahren haben die Grünen die sächsische Staatsregierung mit der Frage gequält, wie schnell denn überhaupt die Polizei noch am Einsatzort ist. Jetzt haben sie es mal mit Rettungsdiensten versucht. Mit verblüffendem Ergebnis.

Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Organspendeskandal: Staatsanwaltschaft klagt zwei ehemalige Oberärzte an

Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat gegen zwei frühere Oberärzte des Universitätsklinikums Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Die Mediziner sollen von 2010 bis 2011 in 31 Fällen Mitarbeiter angewiesen haben, der Stiftung Eurotransplant falsche Daten zu übermitteln, um die Dringlichkeitsstufe der betroffenen Patienten zu erhöhen. Das Verfahren gegen den damaligen Chefarzt des Transplantationszentrums wurde mangels Tatverdacht eingestellt.

Pharmahändler Peter-Philipp F. (34) soll Chlorephedrin an ein deutsch-tschechisches Crystal-Netzwerk verkauft haben. Foto: Martin Schöler
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Chlorephedrin-Fall: Angeklagte bleiben auf freiem Fuß

Die beiden Angeklagten im Chlorephedrin-Fall bleiben auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Dresden verwarf am Dienstag eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung von Peter-Philipp F. (33) und Saur S. (47). Die beiden Männer sollen den Crystal-Grundstoff Chlorephedrin gewerbsmäßig an ein tschechisches Drogen-Kartell verkauft haben. Ein erster Prozess war am 23. Juni vor dem Leipziger Landgericht wegen formaler Fehler der Staatsanwaltschaft geplatzt.

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Rechter Kampfsportler wegen übler Nachrede auf Facebook verurteilt

Kindesmissbrauch ist ein heikles Thema. Die Emotionen kochen hoch. Manche schalten ihren Kopf nicht ein, bevor sie etwas tun. Wenn allerdings ein gefälschter Polizeiaufruf in einem sozialen Netzwerk wie Facebook verbreitet wird, kann es für die derart attackierte Person schnell heikel werden. Der Wurzener Free Fighter Benjamin B. wurde nun durch das Amtsgericht Leipzig wegen übler Nachrede verurteilt. Er rief dazu auf, eine offensichtlich gefälschte Polizeimeldung zu verbreiten, die einen Journalisten von L-IZ.de beschuldigte, sich der sexuellen Belästigung von Kindern schuldig gemacht zu haben.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Nach Messerangriff auf Vermieter: Angeklagter wird in der Psychiatrie untergebracht

Peter K. (47) ist sich bewusst, dass er Hilfe braucht. Mit einem Urteil des Landgerichts Leipzig vom Donnerstag bekommt er sie jetzt in einer psychiatrischen Klinik. Der 47-Jährige hatte im Dezember 2014 seinen Vermieter bei einem Streit um die Rückzahlung von Nebenkosten mit einem Messer angegriffen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig legte ihm versuchten Totschlag zur Last.

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Unbekannte feuerten Schüsse auf Böhlener Flüchtlingsunterkunft ab

Am letzten Wochenende gaben Unbekannte mehrfach Schüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft in Böhlen (LK Leipzig) ab. Nach Angaben der Polizei wurde dabei niemand verletzt. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) hat die Ermittlungen übernommen, was auf einen rechtsextremen, mindestens ausländerfeindlichen Hintergrund hindeutet.

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Systemausfall der Arbeitsagentur

Bei der Bundesagentur für Arbeit ist das komplette System ausgefallen. Gegen 11:45 Uhr wurde in der Leipziger Agentur durchgerufen, dass es eine technische Störung gibt, und daher einige Angelegenheiten nicht bearbeitet werden könnten. Auch die Homepage war vorübergehend nicht zu erreichen. Inzwischen steht dort noch der Hinweis, dass einige Funktionen systembedingt noch nicht funktionieren würden. "Ich warte auf den Anruf. Es müsste gleich wieder behoben sein", erklärte Olaf Bentlage, Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit, gegen 14:20 Uhr.

Der Connewitzer Polizeiposten erweist sich trotz Protesten als Erfolg. Foto: Alexander Böhm
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Wie Deutschlands Schlapphüte beim Kaffeeklatsch den “Linksextremismus” aufblasen

Es ist nicht nur der sächsische Verfassungsschutz, der sich die Welt zurechtberichtet, wie es ins Links-Rechts-Schema der aktuellen Regierung gerade passt. Die Bundesregierung agiert nicht anders, wie nun die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Monika Lazar, nach einer Kleinen Anfrage mal wieder erfahren durfte. Die Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Bundestagsfraktion hatte der Regierung zwei Fragen gestellt.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Zeuge am Landgericht erkennt seinen Freund nicht wieder

Mit Peter K. (47) ging es mehrere Jahre kontinuierlich bergab. Die Auswirkungen seines psychischen Verfalls durften die Hausbewohner erfahren, die mit ihm lebten. K.'s Stimmung wurde immer aggressiver und führte im Dezember 2014 zu einem Messerangriff auf seinen Vermieter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deswegen versuchten Totschlag vor. Am Freitag äußerten sich der Angeklagte und Zeugen zu seinem Zustand am Landgericht Leipzig.

Tino H. beim Prozessauftakt auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Martin Schöler
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Verdurstetes Kleinkind: Polizisten schildern Hausbesuch bei Kieron-Marcels Mutter

Im Prozess um den Tod des kleinen Kieron-Marcel (2) sagten am Freitag zwei Polizeibeamte aus. Die Ausführungen zeugten von einem unglücklich verlaufenen Einsatz am 9. Februar 2012, der die tragische Ereigniskette, die zum Tod des Jungen und seiner drogensüchtigen Mutter führte, hätte unterbrechen können. Allerdings belasteten die Aussagen nicht den angeklagten Jugendamtsmitarbeiter Tino H. (43).

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Nach Messerstichen und Schusswaffeneinsatz der Polizei: Bewährungsstrafe für Angeklagten

Jörg T. (44) war schuldunfähig. Darin waren sich die Prozessparteien im Landgericht einig. Die Staatanwaltschaft Leipzig warf dem 44-Jährigen versuchten Totschlag in zwei Fällen vor. In der Nacht zum 8. Juni 2014 hatte er einen Türsteher mit einem Messer in einer Disco angegriffen. Beim Versuch der Polizei, ihn zu entwaffnen, schossen die Beamten ihn nieder, weil sie sich in Lebensgefahr sahen. Die 1. Strafkammer des Landgerichts verhängte am Mittwoch eine Bewährungsstrafe.

Tino H. beim Prozessauftakt auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Martin Schöler
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Verdursteter Junge: Trägt der Notarzt eine Mitschuld an Kieron-Marcels Tod?

Im Prozess gegen einen früheren Mitarbeiter des Jugendamts sagten am Dienstag eine Internistin sowie eine Drogenberaterin aus. Die Staatsanwaltschaft legt Tino H. (43) fahrlässige Tötung zur Last, weil der Sozialpädagoge den zweijährigen Jungen einer heroinabhängigen Mutter nicht hatte in Obhut nehmen lassen. Im Juni starb Christine F. (25) an den Folgen einer Überdosis. Weil niemand den plötzlichen Tod der Mutter bemerkte, verdurstete ihr Sohn qualvoll im Kinderzimmer.

Verteidiger Stephan Bonell mit Altenheim-Mörder Silvio T. vor der Urteilsverkündung. Foto: Martin Schöler
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Mord im Altenheim: Zehn Jahre Haft für den Angeklagten

Silvio T. (43) soll für zehn Jahre hinter Gitter. Dies urteilte am Montag das Landgericht. Die Richter wiesen den psychisch kranken Mann zudem in ein psychiatrisches Krankenhaus ein. Der Alkoholkranke hatte am 25. November 2014 im Seniorenpflegeheim "Am Rosental" seinen hilflosen Bettnachbarn Dieter W. (66) mit Mundwasser überschüttet und angezündet.

Foto: L-IZ.de
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Selbstjustiz beschäftigt Leipziger Kriminalpolizei

Zwei Diebe sollen Ende April auf dem Wagenplatz „Scherbelburg“ in der Küchenholzallee unterwegs gewesen sein. Sie wurden erwischt und der Spieß umgedreht. Einem ertappten Dieb wurde anschließend vermeintliches Diebesgut und Werkzeug aus seiner Wohnung entwendet. In einem E-Mail-Verteiler berichtete man über den Vorfall, mit dem sich nun die Kriminalpolizei beschäftigt. „2 Umverteiler erwischt“ titelt eine Nachricht eines E-Mail-Verteilers am 27. April 2015, die für einige Leipziger unangenehme Folgen haben dürfte. Darin wird ein Fall von Selbstjustiz gegenüber zwei Dieben geschildert.

Silvio T. neben Strafverteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm
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Altenheim-Bewohner gesteht tödlichen Angriff auf Bettnachbar

Weil er unter Schlafstörungen litt, zündete Silvio T. (43) am 25. November 2014 im Seniorenpflegeheim "Am Rosental" seinen Zimmergenossen Dieter W. (66) an. Der Schwerstpflegebedürftige hatte aufgrund seiner Bettlägrigkeit keine Chance, den Flammen zu entrinnen. Sein Bettnachbar gestand am Freitag die Tat.

Silvio T. neben Strafverteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm
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Mord im Altenheim: Feueropfer hatte nahezu keine Überlebenschance

Dieter W. (66) hatte keine Überlebenschance. Als sein Bettnachbar Silvio T. (43) den hilflosen Senior am 25. November 2014 im Altenpflegeheim "Am Rosental" mit Mundwasser übergoss und anzündete, war sein Tod unausweichlich. Zu diesem Schluss kamen am Montag zwei Rechtsmediziner, die am Dienstag vom Landgericht als Sachverständige angehört wurden.

Unterstützer vor der Freitaler Flüchtlingsunterkunft. Foto: Alexander Böhm
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“Im Freital der Angst”

Seit dem 22. Juni 2015 wird das ehemalige Hotel „Leonardo“ in Freital als zwischenzeitliche Erstaufnahmeinrichtung genutzt. Seitdem kommt es immer wieder zu „Nein zum Heim“-Kundgebungen. Circa 100 Leipziger unterstützten am vergangen Freitag die Flüchtlinge vor Ort. L-IZ.de hat sie begleitet.

Verkehrsunfall. Archivfoto: Ralf Julke
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Leipzigs Verkehrsunfallkommission arbeitet schon an einem 3-Jahres-Plan und kann auch jährlich Bericht erstatten

Leipzig ist kein ungefährliches Pflaster. In einer Stadt mit einer steigenden Zahl von Verkehrsteilnehmern zeigt sich natürlich auch, an welchen Stellen es besonders viele Unfälle gibt. Solche Unfallschwerpunkte auszumachen und beseitigen zu lassen, war ein Teil des Anliegens der SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat, die im Mai beantragte, die Stadt solle jährlich einen Verkehrsunfallbericht vorlegen.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Niedergeschossener Täter: Notwendiger Schusswaffeneinsatz der Polizei?

Im zweiten Verhandlungstermin am Freitag vor dem Landgericht sagten zwei Polizeibeamte aus, die Jörg T. (42) in der Nacht des 8. Juni 2014 stellten. Einer von ihnen schoss den Angeklagten damals nieder. T. ist psychisch krank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zweifachen versuchten Totschlag mit einem Messer vor, geht aber von einer Schuldunfähigkeit aufgrund seiner Erkrankung aus.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Streit um Brille endet in versuchten Totschlag: “Es war wie ein Stromschlag”

Jörg T. (44) muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Leipzig wegen zweifachen versuchten Totschlags verantworten. Nach einer Auseinandersetzung auf einer Party im Westwerk im Juni 2014 verletzte er einen Türsteher und bedrohte Polizisten mit einem Messer. Sie schossen ihn nieder. Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund seiner psychischen Erkrankung von einer Schuldunfähigkeit aus, zu der er sich umfassend äußerte. Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus steht im Raum.

Gravierende Fehler von Oberstaatsanwältin Elke Müssig führten zur Aussetzung des Prozesses. Foto: Martin Schöler
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Drogenprozess gegen Leipziger Chemikalienhändler platzte vor Anklageverlesung

Der Leipziger Chemikalienhändler Peter-Philipp F. (33) soll rund 4,1 Tonnen des Crystal-Grundstoffs Chlorephedrin an Saur S. (46) verkauft haben. Der Armenier führte die Chemikalie tschechischen Drogenküchen zu. Soweit die These der Ermittler. Der Prozess gegen die beiden Männer platzte am Dienstag, weil Oberstaatsanwältin Elke Müssig rechtsstaatliche Verfahrensgrundsätze missachtete.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Versuchter Totschlag im Bahnhof: Bewährungsstrafe für Angeklagten

Vielen Dinge mussten abgewogen werden, um ein Urteil im Fall von Julian G. (28) zu finden. Er hatte im Januar 2015 eine Backwarenverkäuferin brutal zusammengeschlagen. Das Landgericht Leipzig verhängte gegen ihn am Freitag eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung. Zudem muss er sich aufgrund seiner psychischen Erkrankung und Alkoholsucht in Behandlung begeben, die die 1. Strafkammer als Tatauslöser wertete.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
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47-Jähriger wegen versuchten Totschlags auf der Anklagebank

Am heutigen Freitag, 19. Juni, begann vor dem Landgericht der Prozess gegen Peter K. Der Leipziger, der an paranoider Schizophrenie erkrankt ist, soll im November und Dezember 2014 eine Nachbarin und seinen Vermieter beleidigt und mit dem Tode bedroht haben. Am 22. Dezember soll er versucht haben, den Vermieter mit einem Messer zu erstechen.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Polizisten sagen im Bahnhofsschläger-Prozess vor Landgericht aus

Im dritten Prozesstag setzt sich das widersprüchliche Bild des Angeklagten von Julian G. fort. Der 28-Jährige wird beschuldigt, eine Backwarenverkäuferin am frühen Morgen des 29. Januar 2015 am Hauptbahnhof zusammengeschlagen zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Polizeizeugen zeichneten vom Angeklagten am Mittwochmorgen ein sehr widersprüchliches Bild.

Fronttransparent von Legida. Foto: L-IZ.de
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Ein Fazit zu Legida: Und es werden nicht mehr + Video

In Wurzen konnte Legida am letzten Montag weniger als 100 Menschen mobilisieren. Für die Stadt Leipzig konnte man am Montagabend rund 300 Personen auf die Straße bringen. Neben der neurechten Identitären Bewegung waren auch Burschenschaftler und Teilnehmer aus Dresden dabei. Aufsehenerregend ist das Treiben aber nur noch für Touristen.

In der Nacht des 5. Juni kracht es, eine Spontandemonstration ufert aus. Fotoquelle: indymedia / anonym
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Linksextreme Erklärungsversuche und eine ratlose Polizei nach Innenstadtrandale

Mehrere Dutzend Steine soll die Polizei nach dem Krawall in der Leipziger Innenstadt am Abend des 5. Juni als Beweismittel sichergestellt haben. Eine Sonderkommission mit dem Namen "Johannapark" wurde eingerichtet. Nun bitten die Leipziger Ordnungskräfte um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Währenddessen kommt es in linksradikalen Kreisen zu einer ersten Debatte nach einem veröffentlichten Text auf dem Internetportal Indymedia. Ein Bekennerschreiben ist nach wie vor nicht aufgetaucht.

Julian G. werden die Handschellen abgenommen. Foto: Alexander Böhm
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Versuchter Totschlag im Bahnhof: Zeugenaussagen im zweiten Prozesstermin

Im zweiten Prozesstermin von Julian G. (28) bezüglich des Tatvorwurfs des versuchten Totschlags wurden am Freitag Zeugen aus seiner persönlichen Umgebung gehört. Der junge Mann soll am Morgen des 29. Januar 2015 im betrunkenen Zustand die Backwarenverkäuferin Katrin von W. (41) gewürgt und mehrfach gegen den Kopf getreten haben. Kurz vor der Tat war der Angeklagte Gegenstand einer Polizeimaßnahme geworden. Strafverteidiger Curt-Matthias Engel brachte ein mögliches Fehlverhalten der Polizei mit ins Spiel.

Tino H. beim Prozessauftakt auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Martin Schöler
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Prozess um verdursteten Jungen wird seit Donnerstag neu aufgerollt

Anfang Juni 2012 verstarb Christine F. (26) in den eigenen vier Wänden an den Folgen ihres Heroin-Konsums. Weil niemand den Tod der Leipzigerin bemerkte, musste wenige Tage später auch ihr kleiner Sohn Kieron-Marcel sein Leben lassen. Der Zweijährige war in der Wohnung in einem Gohliser Mehrfamilienhaus offenbar verdurstet. Am Landgericht begann am Donnerstag der Berufungsprozess gegen einen Mitarbeiter des Jugendamts, der die Frau betreut hatte.

100 Menschen randalierten am 5. Juni in Leipzigs Innenstadt. Foto: Indymedia
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Ermittlungen zur Krawallnacht nehmen Fahrt auf, OBM Jung bezieht Stellung

Die Ermittlungen im Zusammenhang mit den Randalen rund ums Bundesverwaltungsgericht am vergangenen Freitag, 5. Juni, gewinnen allmählich am Fahrt. Laut einem Bericht auf dem Szeneportal "Indymedia Linksunten" durchsuchten Polizeibeamte am Dienstag die Räumlichkeiten einer Wohngemeinschaft. OBM Burkhard Jung (SPD) wandte sich am Mittwoch in einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Landgericht: 28-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Völlig unerwartet wurde Katrin von W. (41) am Morgen des 29. Januar 2015 angegriffen. Wegen versuchten Totschlags muss Julian G. (28) sich nun seit Montag vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Alkohol und die Trennung von seiner Freundin sollen der Grund gewesen sein, weshalb der Angeklagte die Kontrolle über sich verlor. An den Angriff selbst habe er keine Erinnerung mehr, so Julian G. in seiner Einlassung.

Klare Ausrichtung der Krawalle am 5. Juni 2015. Gegen G7, Troika und Asylpolitik in Europa und Sachsen. Die Bilder wurden anschließend anonym bei Indymedia hochgeladen. Screenshot von indymedia
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Krawall in Leipzig: Die Bilanz eines sicherheitspolitischen Versagens

Der erste Einschlag in Leipzig erfolgte vor nunmehr fast einem Jahr. Am 27. Juni 2014 kracht es kurz nach 2 Uhr an der Ausländerbehörde in der Pragerstraße, bald am Bürgerbüro der Grünen und der CDU. Farbbeutel, Steine mitten in der Nacht und Bekennerschreiben auf Indymedia. Dann zieht kurzzeitig etwas Ruhe ein. Bis am 8. Januar eine Gruppe von 50 Personen am Polizeiposten in Connewitz auftaucht und eine Reihe von weiteren Übergriffen einleitet. Nach der Nacht vom 5. Juni 2015 ist nach wenigen Taten nun wieder Zeit für starke Worte.

Mehrere Fenster des Bundesverwaltungsgerichtes gingen heute Nacht zu Bruch. Foto: L-IZ.de
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100 Vermummte werfen Steine und Farbbeutel in der Innenstadt

Am späten Freitagabend hat eine bisher unbekannte Gruppe die Polizei in der Innenstadt auf den Plan gerufen. Circa 100 Personen liefen vom Johannapark über die Karl-Tauchnitz-Straße zur Harkotstraße. Beim Kontakt mit der Polizei wurden Steine, Farbbeutel und Krähenfüße geworfen. Ein Feuer wurde gelegt, so Polizeipräsident Bernd Merbitz noch am Abend. Das Motiv ist bisher unbekannt.

Städtisches Altenpflegeheim "Am Rosental". Foto: Martin Schöler
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Feuertod im Pflegeheim: Tatverdächtiger machte auf Ermittler gefühllosen Eindruck

"Gefühllos und geistig nicht in der Lage zu folgen". So beschrieben Polizeibeamte am Freitag Silvio T. vor dem Landgericht. Der 42-Jährige soll am 25. November 2014 seinen Bettnachbarn Dieter W. (66) im Altenpflegeheim „Am Rosental“ mit Mundwasser überschüttet und angezündet haben, als dieser wehrlos im Bett lag. Der Rentner starb später an den schweren Verbrennungen.

Sebastian E. mit Verteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm
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Mann nach Trinkgelage getötet: Täter soll mehrere Jahre ins Gefängnis

Sebastian E. (36) wird beschuldigt, im August 2014 seinen Freund Ronny G. (42) nach einem Trinkgelage so schwer verletzt zu haben, dass dieser verstarb. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung forderten wegen der Beweislage eine Haftstrafe und die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Der geständige Angeklagte darf sich auf vier bis sechs Jahre Gefängnis sowie einen Alkoholentzug einrichten.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Überfall auf Supermarkt: Mutmaßlicher Täter freigesprochen

Oliver G. (42) soll einen ALDI-Supermarkt im Dezember 2013 überfallen haben. Am Mittwoch wurde ihm deshalb am Landgericht Leipzig der Prozess gemacht. Für das Gericht war er kein Unbekannter. 2014 wurde er bereits wegen ähnlicher Taten zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die 5. Strafkammer sprach ihn wegen unzureichender Beweise frei.

Michael P. mit seinem Verteidiger Thomas Kuhne. Foto: Martin Schöler
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Grimmaer Neonazi muss fast drei Jahre hinter Gitter

LeserclubSchneller als erwartet hat am Donnerstag der Prozess gegen Michael P. (33) ein Ende gefunden. Am zweiten von drei geplanten Sitzungstagen verurteilte das Landgericht den Grimmaer Rechtsextremisten wegen einer vielzahl kleinerer Vergehen zu knapp drei Jahren Haft. Einen Teil der Strafe muss der Erwerbslose in einer Entzugsklinik verbüßen.

Silvio T. neben Strafverteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm
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Musste Dieter W. sterben, weil sich sein Bettnachbar gestört fühlte?

Silvio T. (43) muss sich seit vergangenem Mittwoch vor dem Landgericht wegen Mordes verantworten. Der Alkoholiker soll am 25. November 2014 in einem Pflegeheim in der Waldstraße seinen Bettnachbarn bei lebendigem Leibe verbrannt haben. Dieter W. (66) war zwar nicht an Ort und Stelle tot, erlag einige Tage später aber seinen schweren Verbrennungen. Heute sagten Mitarbeiter des Seniorenheims aus.

Die Eisenbahnstraße: Nach einer großen Schlägerei im vergangenen Jahr von einigen Medien bereits zu einer der gefährlichsten Straßen Deutschlands erklärt. Die allgemeinen Kriminalitätszahlen des Viertels belegen diese Einschätzung nicht. Die United Tribunes und die Hells Angels könnten dies ändern. Foto: L-IZ.de
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Ein Eifersuchtsdrama wurde zur Massenschlägerei

Die starke Vermutung vom Montag, dass es sich bei zwei der drei Auseinandersetzungen am vergangenen Wochenende in der Eisenbahnstraße um eine eskalierte persönliche Situation mit dem Ausgang einer schwer verletzten 21-jährigen Frau und einem ebenfalls verletzten Kind gehandelt haben könnte, verdichtete sich im Laufe des Dienstags. Demnach ist es nach L-IZ – Informationen zu den Auseinandersetzungen gekommen, weil die Anbandelungsversuche eines Jugendlichen bei einer jungen Frau bei einem jungen Mann einer anderen Familie auf starke Eifersucht stießen. Stark verkürzt also: Kleiner Anlass, große Wirkung.

Die Bürgerinfo und Polizeistelle in der Eisenbahnstraße. Foto: L-IZ.de
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Die Eisenbahnstraße rückt wieder in den Fokus

Die BILD ist praktisch live dabei, bei Legida ist der Jubel trotz eines schwer verletzten Kindes groß und in der Eisenbahnstraße spielte sich am Pfingstwochenende ein noch ungeklärtes Drama ab. Eine polizeiliche Kontrollzone und die starke Bestreifung des Viertels halfen offenbar nicht dabei, die verschiedenen Konflikte einzudämmen, welche noch ohne bewiesene Tatbegründung in den vergangenen Stunden in der Eisenbahnstraße eskalierten. Das bisherige Zwischenergebnis: Eine syrische Familie suchte am Montag den Schutz der Polizei und möchte aus Leipzig wegziehen, nachdem Angehörige mindestens zweimal in Auseinandersetzungen verwickelt waren.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Rangelei mit Neonazi: Grimmaer Gastronom kommt mit blauem Auge davon

LeserclubEigentlich schien Tahsin M.'s Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Grimma aussichtslos. Der frühere Gastronom fühlte sich am 25. August von Neonazis bedroht. Deren Anführer, Michael P. (32), sprühte der Kurde eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht, ohne dass eine konkrete Notwehrsituation bestand. Dafür sollte der Wirt eine Geldstrafe zahlen. Dazu wird es nicht kommen.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Nazi-Leaks aus Leipzig: Mehr als nur ein wenig Geplauder

Am Samstag, den 9. Mai tauchten auf dem linken Nachrichtenportal "Indymedia Linksunten" Sprachnachrichten des früheren sächsischen NPD-Vizes Maik Scheffler und des Szenekaders Alexander K. auf. Das seitens der Polizei als authentisch eingestufte Material könnte dem kürzlich zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilten Stadtrat Enrico Böhm weitere juristische Probleme bereiten. Darüber hinaus wird auch der laufende Prozess vor dem Landgericht fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Berufung eingelegt.

Michael P. mit seinem Verteidiger Thomas Kuhne. Foto: Martin Schöler
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Neonazi sitzt nach Angriff gegen kurdischen Gastronom auf der Anklagebank

LeserclubLetzte Woche saß Tahsin M. (46) im Landgericht auf der Anklagebank. Am Dienstag nahm der Leipziger mit Anwältin Rita Belter als Nebenkläger neben dem Staatsanwalt Platz. Der Rechtsextremist Michael P. (32) soll den ehemaligen Gastwirt in Grimma regelrecht tyrannisiert haben. Der 32-Jährige muss sich in dem Prozess vor der Großen Strafkammer wegen rekordverdächtiger 14 Anklagen verantworten.

Gestrandet: Herrenlose Fahrräder als Ausschlachtobjekte am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke
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ADFC fordert bessere Polizeiarbeit zur Aufklärung der Fahrraddiebstähle in Sachsen

Der ADFC Sachsen ist besorgt. Nicht erst seit Sachsens Polizei die neuesten Zahlen zum Fahrraddiebstahl bekannt gegeben hat. Auch im ADFC-Fahrrad-Klima-Test ist der Fahrraddiebstahl mittlerweile die größte Sorge der Radfahrer in Sachsen. Seit 2007 ist die Zahl der Fahrraddiebstähle im Freistaat rasant angestiegen - von 15.244 auf 21.500 im Jahr 2014. Aber woran liegt das eigentlich?

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Ein zerstörtes Klubheim beim SV West 03 + Update

Warum es überhaupt, wann genau es stattfand und wie weit der Schaden reicht, ist noch unklar. Klar ist derzeit, dass der SV West 03 seit heute Alarm schlägt. Unbekannte haben auf dem Sportgelände an der Friesenstraße 14 offenbar vorgestern bereits einen „wirtschaftlichen Totalschaden“ hinterlassen, wie der Verein derzeit auf Facebook verbreitet. Das im letzten Sommer erneuerte Klubheim sei vollständig verwüstet, die unbekannten Einbrecher haben sich wohl gründlich ausgetobt.

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Schlägerei bei Hardcore-Festival endet mit Haftstrafen

Weil ihn Konzertbesucher für einen Neonazi aus Torgau hielten, verwiesen Security-Mitarbeiter Fabian V. (32) am 20. April 2013 von einem Hardcore-Festival, das auf dem Agra-Gelände stattfand. Auf dem Parkplatz wurden der Leipziger und seine Lebensgefährtin brutal verprügelt. Am Mittwoch verurteilte das Amtsgericht drei Angreifer zu Haftstrafen.

NPD-Stadtrat Enrico Böhm. Foto: Alexander Böhm
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Leipziger NPD-Stadtrat zu Haftstrafe verurteilt

Enrico Böhm (32) muss ins Gefängnis. Das Amtsgericht verurteilte den vielfach vorbestraften NPD-Stadtrat am Donnerstag wegen Körperverletzung zu acht Monaten Haft. Die Strafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt, da von dem früheren Hooligan nach Auffassung des Gerichts weitere Straftaten zu erwarten seien.

Entwicklung der Diebstahlskriminaltät in Sachsen 1993 bis 2014. Grafik: Freistaat Sachsen, SMI
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Sachsens “Polizeireform” ist auch für Handwerker im Kammerbezirk Leipzig zum Sicherheitsproblem geworden

Der sächsische Innenminister Markus Ulbig machte es sich am 25. März recht einfach, als er vor allem die Droge Crystal für die steigende Zahl von Einbrüchen in Sachsen verantwortlich machte. Im ganzen Land macht sich die vermehrte Zahl an Diebstählen und Wohnungseinbrüchen bemerkbar. Aber ist wirklich nur Crystal daran schuld? Das bezweifeln selbst die Handwerker in der Region Leipzig.

Logo der Oldschool Society
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Festnahmen in Sachsen wegen Vorbereitung von Terroranschlägen

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, gab es am Mittwochmorgen bundesweite Hausdurchsuchungen im Umfeld der rechten Gruppierung Oldschool Society (OSS). Ihnen wird vorgeworfen, Anschläge auf namhafte Salafisten, Moscheen und Asylbewerberunterkünfte geplant und sich dafür Sprengstoff besorgt zu haben. Es kam zu vier Festnahmen, darunter zwei in Sachsen.

Die Sache mit der Schere ist entschieden. Foto: L-IZ.de
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Sächsischer Grünen-Chef durfte im Landtagswahlkampf zu Boykott von AfD-Friseur aufrufen

Auf der Suche nach einem guten Friseur fragt man lieber nicht Jürgen Kasek. Der sächsische Grünen-Vorsitzende ist gelernter Rechtsanwalt. Verbraucher sollten Friseur-Bewertungen des 34-Jährigen deshalb besser keinen Glauben schenken. Dennoch legte AfD-Coiffeur Ralf Nahlob im vergangenen Jahr eine sarkastische Twitter-Bemerkung Kaseks über seine Fertigkeiten mit der Schere auf die berühmte Goldwaage. Das Oberlandesgericht Dresden erteilte dem Rechtsaußen-Politiker jetzt eine schallende Ohrfeige.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Barbesitzer sitzt nach Naziangriff selbst auf der Anklagebank

LeserclubTahsin M. (45) lebt seit 1999 in Deutschland. In Grimma hat der Türke mit der vielbeschworenen sächsischen Gastfreundschaft und Weltoffenheit nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Jahrelang terrorisierte ein Neonazi den Betreiber einer Tanzbar. Weil der Wirt am 25. August 2012 voreilig zum Pfefferspray griff, sitzt er nun selbst auf der Anklagebank.

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Prozess um Nachbarschaftsstreit endet mit Verfahrenseinstellung

Amtsrichterin Claudia Webers wird sich am Mittwochnachmittag gefragt haben, warum sie diesen Fall überhaupt verhandeln muss: Michael P. (30) war angeklagt seine Nachbarin, ihren Freund und deren Kinder beleidigt zu haben. Dabei soll mehrmals das Unwort „Kanake“ gefallen sein. Vor Gericht entpuppte sich die Situation als eine schwierige Gemengelage zwischen zweier Familien, die unter ihrer Wohnungssituation zu leiden haben.

Rechtanwalt Stephan Bonell und sein Mandant Thomas M. Foto: Alexander Böhm
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Mutmaßlicher Sex-Täter schiebt minderjährigem Opfer Schuld in die Schuhe

Skurrile Einlassung eines mutmaßlichen Sex-Täters. Rainer M. (64) soll sich im Sommer 2014 mit dem damals 11-jährigen Joey angefreundet haben. Mehrmals traf sich der Pädophile mit dem geistig behinderten Jungen. Er nahm ihn auch mit in seine Wohnung. Dort soll er sein Opfer zwei Mal sexuell missbraucht haben. Die Verantwortung für die Taten versuchte er am Mittwoch dem Geschädigten und dessen Mutter unterzuschieben.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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