Artikel zum Schlagwort Fotografie

Die schwarz-weiße Einnerung an ein ein Jahrhundert voller Gelassenheit

Norbert Bunges Fotografien in einem Band

Foto: Ralf Julke

Am Ende kommt zusammen, was zusammengehört. Auch wenn die Fotografie in Ost und West über 40 Jahre scheinbar getrennte Wege ging. Mit beeindruckenden Fotografien gerade im Ostteil des geteilten Landes, wie nun schon Dutzende Fotobände aus dem Lehmstedt Verlag eindrucksvoll belegen. Aber manche Bände zeigen auch, dass sich die Welten berühren konnten – so wie bei Norbert Bunge. Weiterlesen

Eine City zwischen Ruinen, Abriss und sozialistischer Moderne

Klaus Liebichs Fotos aus dem Leipzig der 1960er Jahre in einer eindrucksvollen Studio-Ausstellung

Foto: Klaus Liebich

Wer ab heute, 6. Mai, ins Stadtgeschichtliche Museum ins Böttchergäßchen pilgert und dort die Treppe ins kleine Studio hinuntersteigt, der taucht auch gleichzeitig ein halbes Jahrhundert in die Leipziger Vergangenheit ab. In jene Zeit, in der die schlimmsten Ruinen der Kriegszeit verschwanden und stattdessen eine Art sozialistisches Leipzig hingebaut wurde. Eine Umbauepoche, die keiner so brillant in Farbe festgehalten hat wie Klaus Liebich. Weiterlesen

Ein Fotoband, der ein anderes Vorwort verdient hätte

Mit der Kamera durchs Lutherland

Foto: Ralf Julke

Mit zehnjährigem Anlauf strebt das Reformationsjubiläum in diesem Jahr auf seinen Höhepunkt zu. Am 31. Oktober werden es tatsächlich 500 Jahre, die sich Luthers Thesenanschlag jährt. Die Bücher zu Luther, zur Reformation und zur Lutherzeit stapeln sich. Politiker werden zuhauf in Kirchen strömen, um weihevolle Reden zu schwingen. Dabei ist doch gerade das alte Lutherland so schrecklich ungläubig geworden. Oder? Weiterlesen

Thomas Steinerts „Et in Arcadia ego“und Jill Luise Muessigs „Stillleben“

Doppelte Fotografieausstellung eröffnet zum Winterrundgang in der Josef Filipp Galerie

Copyright: Josef Filipp Galerie

Am Samstag, 14. Januar, von 11 bis 20 Uhr ist wieder Winterrundgang der Spinnereigalerien. An diesem Tag eröffnen zahlreiche Galerien in der Spinnerei neue Ausstellungen. Auch die Josef Filipp Galerie lockt mit den Fotografien von Thomas Steinert und Jill Luise Muessig, die sich auf stille Weise ergänzen. Arkadien kann überall sein, wenn man es nur zu sehen gewillt ist. Weiterlesen

Starke Frauen, eindrucksvolle Fotos, guter Zweck

Katja Kupfer eröffnet am 12. Januar ihre erste Fotoausstellung „the beauty is the beast“

Foto: Katja Kupfer

Für alle LeserDas neue Jahr ist auch ein guter Anlass für neue gute Taten, fand die Journalistin, Redakteurin und Fotografin Katja Kupfer. Zum ersten Mal geht sie mit ihrer Fotoserie „the beauty is the beast“ an die Öffentlichkeit. Ausgewählt hat sie dazu die Szenebar B 10 in der Beethovenstraße, wo am Donnerstag, 12. Januar, die Vernissage gefeiert wird. Und das Ganze für einen guten Zweck: Der Erlös geht an die Leipziger Kinderstiftung. Weiterlesen

Männer mit Waffen, Frieden, Liebe und Fotos auf Facebook

Wenn Facebook-Bilder vom Leben und Verstummen in Syrien erzählen

Foto: Ralf Julke

Von 2011 bis 2016 hat Dona Abboud an der HGB Leipzig studiert. Sie kommt aus Syrien und sie hielt all die Zeit den Kontakt zu Freunden und Verwandten vor allem über Facebook. Das Netzwerk erwies sich mit Ausbruch des Krieges oft als einzig verlässliche Verbindung zwischen Menschen, die auseinandergerissen wurden, von Kriegsfronten getrennt, auf der Flucht oder in der Ferne mit der Gründung einer neuen Existenz beschäftigt. Weiterlesen

Leipziger Ecuador-Fotografien zum „nationalen Kulturerbe“ erhoben

Leipziger Fotoschätze sind jetzt digitaler Teil von Ecuadors Archivo Nacional de Fotografía

Foto: Paul Grosser, Copyright: Leibniz Institut für Länderkunde

In Leipzig liegen Schätze. Von manchen wissen die Leipziger gar nichts. Wie von den Fotoschätzen aus aller Welt, die im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig gesammelt sind. Ein Teil davon wird jetzt weltberühmt – er taucht jetzt auch im digitalen Bestand von Ecuadors Archivo Nacional de Fotografía auf. Einige der Bilder hat ein nicht ganz Unbekannter gemacht. Weiterlesen

Die letzten Jahre einer Stadt beim Warten auf den Mauerfall

Harald Hauswalds Blick auf das Ostberlin der 1980er Jahre

Foto: Ralf Julke

Den Bildband zu den rebellischen 1980er Jahren in West-Berlin hat der Lehmstedt Verlag gleichzeitig mit diesem neuen Bildband des Ostberliner Fotografen Harald Hauswald vorgestellt. Natürlich ergänzen sich die beiden Bände, denn beide fotografierten zur selben Zeit. Der eine im Westen, der andere im Osten. Hauswald sogar in Farbe, was für den grauen Osten schon außergewöhnlich genug war. Weiterlesen

Die wilden Jahre in Schwarz-Weiß

Die Fotos von Christian Schulz zeigen das rebellische Leben der 1980er Jahre in West-Berlin

Foto: Ralf Julke

Die Sammlung von großen Fotobänden aus dem Lehmstedt Verlag wächst. Und nach vielen eindrucksvollen Fotobänden, mit denen Mathias Bertram als Herausgeber einige der faszinierendsten Fotografinnen und Fotografen aus dem Osten vorgestellt hat, gibt es dieser Tage eine Doppelpremiere: gleich zwei Berlin-Bildbände, einer zum Osten und einer zum Westen. Dies ist nicht der erste, der das untergegangene West-Berlin noch einmal lebendig macht. Weiterlesen

Rainer Dorndecks Demo-Bilder erstmals in einem Buch

Von einem Leipziger Herbst, der mit Regen begann und mit einem Einheits-Wahlkampf endete

Foto: Ralf Julke

Immer tiefer taucht der Herbst ‘89 ab in die Speckschichten der Geschichte. Auch neue Schichten der Verklärung der Friedlichen Revolution legen sich darüber. Die Deutungen der Herbsttage verändern sich. Höchste Zeit eigentlich, die Zeugnisse der Erinnerung zu sichern. Auch in Fotobänden, die die Fotografen des Leipziger Herbstes würdigen. In diesem Fall Rainer Dorndeck, der den Herbst ab Oktober begleitete. Weiterlesen

Einfach mal weg aus der Hatz der großen Stadt Leipzig

Mit Thomas Mothes unterwegs in den stillen Landschaften Nordböhmens

Foto: Ralf Julke

Er gehört zu den eher stillen Fotografen in der Stadt Leipzig: Thomas Mothes. Auch weil ihm die Sensationsfotografie nicht liegt. Er bevorzugt den aufmerksamen Blick des Spaziergängers, den Blick fürs Detail, für Licht und Schatten. Ein Fotograf wie nicht aus dieser Zeit. Das hat Folgen. Die manchmal Entdeckungen sind - wie die der stillen nordböhmischen Landschaft gleich hinter der sächsischen Grenze. Weiterlesen

Meisterhafte Doppelausstellung mit Fotos von Günter Rössler und Michael Bader im Stadtgeschichtlichen Museum

Der große Traum der DDR und die Kostümfrage der Kinder von heute

Foto: Günter Rössler

Es lohnt sich, am heutigen Dienstagabend, 16. August, das Haus zu verlassen und ins Böttchergässchen zu spazieren. Da kann man nicht nur eine Ausstellungseröffnung erleben, sondern auch einen zutiefst bewegten Museumsdirektor. Bei den Fotos von Günter Rössler kommt der wortgewaltige Mann beinahe ins Schwärmen. Ist ja auch verständlich: Günter Rössler war ein Genie. Weiterlesen

Vergesst uns nicht

In der Projektgalerie AundV eröffnet am Donnerstag eine Idomeni-Ausstellung mit Fotos von Maximilian Schulz

Foto: Maximilian Schulz

Idomeni ist eigentlich nur ein kleines Dorf an der Grenze von Griechenland zu Makedonien. In die Schlagzeilen geriet es 2015, weil ab Sommer 2015 immer mehr Menschen auf ihrer Flucht aus den Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens hier hängen blieben und nicht weiterkamen Richtung Norden. Eine Ausstellung erzählt jetzt in Leipzig von diesem ganz speziellen europäischen Drama. Weiterlesen

Der eindrucksvolle Katalog zur Ausstellung „Gehaltene Zeit“

Ein Land ohne Kulissen und Begegnungen ohne Pose oder Schau da, das ist der Mensch!

Foto: Ralf Julke

Es ist ein doppelter Katalog. Zu zwei Ausstellungen. Entsprechend dick ist er. Farbfotos haben sich nur im zweiten Teil ein paar hineingeschmuggelt, dort, wo es um die Leipziger Schüler von Evelyn Richter und Arno Fischer geht und die Ausstellung „Die Lehre“ in der Kunsthalle der Sparkasse. Der dickere Teil des Katalogs aber widmet sich drei der besten Fotografen des Ostens. Weiterlesen

Zwei faszinierende Archive und ein Gast aus Berlin

Der sensible Blick ins blanke Leben in einem Land knapp neben der Zeit

Copyright: Ursula Arnold Archiv der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Die DDR war ein Land der verspielten Chancen. Eigentlich sogar ein schizophrenes Land. Auf hohem Niveau ließ es in seinen Hochschulen kreative Menschen ausbilden. Aber wenn sie ihre Kreativität dann umsetzen wollten, rasselten die Türen und Tore zu. Und die Fotografie gehörte zum Hochkarätigsten, was die DDR zu bieten hatte. Ein Stück davon kann ab Sonntag, 3. Juli, im Museum der bildenden Künste besichtigt werden. Weiterlesen

Ab heute in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

Die Ausstellung „Die Lehre“ zeigt, was man bei Arno Fischer und Evelyn Richter lernen konnte

Foto: Christiane Eisler

Im Museum der bildenden Künste wird in der nächsten Woche die Ausstellung „Gehaltene Zeit“ mit Foto-Arbeiten der für die DDR-Fotografie so wichtigen Ursula Arnold, Arno Fischer und Evelyn Richter eröffnet. Diese große Ausstellung hat ein kleines Pendant, das schon am gestrigen Dienstag, 28. Juni, in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig in der Otto-Schill-Straße eröffnet wurde. Weiterlesen

Harald-Kirschner-Ausstellung wird am 22. Mai im Bildermuseum eröffnet

Beeindruckende Bilder von Wallfahrten, Prozessionen und friedlichen Protesten

Foto: Ralf Julke

Der Katholikentag macht in Leipzig so manches möglich, woran vorher gar nicht zu denken war. Zum Beispiel auch eine Ausstellung mit Fotografien des Leipziger Fotografen Harald Kirschner im Museum der bildenden Künste: „Credo. Kirche in der DDR“. Am Sonntag, 22. Mai, um 11:30 Uhr wird sie eröffnet. Ein kleines Kabinettstück für alle, die sich so etwas in der DDR nicht vorstellen konnten. Weiterlesen