Artikel zum Schlagwort Hochwasserschutz

15 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002

NABU Sachsen kritisiert das Trödelprogramm beim nachhaltigen Hochwasserschutz in Sachsen

Foto: Matthias Weidemann

Für FreikäuferDiese Ministerantwort enttäuschte nicht nur den Landtagsabgeordneten Wolfram Günther (Grüne). Auch beim NABU Landesverband Sachsen e. V. war man im Grunde entsetzt, wie fahrlässig der Freistaat Sachsen mit der Hochwasservorsorge umgeht. Statt von vornherein genug Entspannung in das Flusssystem einzubauen, hat er 2,4 Milliarden Euro in die Deichbollwerke investiert und die Schaffung von Überflutungsflächen auf Sankt Nimmerlein vertagt. Weiterlesen

Ökologischer Hochwasserschutz im Schneckentempo

Sachsen hat das Bauprogramm für Überschwemmungsflächen zusammengestrichen und trödelt auch noch bei der Umsetzung

Foto: Marko Hofmann

Für alle Leser2002, da gab es einen ganz kurzen Moment, in dem man hoffen konnte, jetzt habe die sächsische Regierung begriffen, wie man ein Land besser gegen Hochwasser wappnen kann. Da wurde ein großes Programm zur Rückverlegung von Deichen vorgelegt. Tausende Hektar Überschwemmungsfläche sollten den Flüssen in ihrem Oberlauf wieder zur Verfügung stehen. Doch danach wurde das Ganze eingedampft. Die Milliarden wurden wieder in Deiche verbaut. Weiterlesen

Mehr als 16 Millionen Euro für Hochwasserschutz

Riesa-Gröba künftig sicherer vor Hochwasser

Umweltminister Thomas Schmidt hat heute, 29. Mai 2017, gemeinsam mit Vertretern der Stadt, von Behörden und von beteiligten Firmen die fertiggestellte Hochwasserschutzanlage in Riesa-Gröba eingeweiht. Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat für den Ortsteil eine insgesamt 2,1 Kilometer lange Hochwasserschutzanlage errichtet, bestehend aus Spundwänden, einem Deichabschnitt, vier Sielbauwerken, zwei Deichscharten, einer 50 Meter langen mobilen Hochwasserschutzwand sowie einem Pumpwerk zur Binnenentwässerung. Mehr als 16 Millionen Euro aus den Mitteln des Bundes und der Länder wurden für den Bau aufgewendet. Weiterlesen

Vom Geld besoffen, Milliarden verbaut

Sachsen braucht dringend ein Programm für den nachhaltigen, natürlichen Hochwasserschutz

Foto: Marko Hofmann

Wie bekommt man endlich Vernunft in die sächsische Hochwasserschutzpolitik? Und wie kommt man endlich weg vom viel zu teuren technischen Machbarkeitswahn, der den Hochwasserschutz in Sachsen dominiert? Das ist das Thema eines Antrags der Grünen-Fraktion, der am Freitag, 20. Januar, Thema einer Anhörung im Sächsischen Landtag war. Weiterlesen

Wichtige Projekte auch für 2017 geplant

Sachsen kommt beim Hochwasserschutz voran

Foto: SMUL/Foto-Atelier-Klemm

„Sachsen ist in diesem Jahr beim Hochwasserschutz einen deutlichen Schritt vorangekommen“. Dieses Fazit zieht Umweltminister Thomas Schmidt. Rund 178 Millionen Euro standen 2016 für den Hochwasserschutz an der Elbe sowie an den Gewässern 1. Ordnung zur Verfügung. „Fertiggestellt wurden eine Reihe von Projekten. Darunter die Hochwasserschutzanlagen in Mulda (Landkreis Mittelsachsen) für rund 10,7 Millionen Euro und in Wiesa (Thermalbad Wiesenbad, Erzgebirgskreis) für fünf Millionen Euro. Für den Hochwasserschutz von Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) konnte eines der größten Verteilerwehre Sachsens mit Baukosten von rund 5,5 Millionen Euro eingeweiht werden, das bei Hochwasser künftig einen Teil des Wassers der Mulde in die Weiterlesen

Tornadoerlass hat Folgen

Auwaldklageverfahren des Ökolöwen konzentrieren sich auf den Freistaat Sachsen und die Landestalsperrenverwaltung

Abgeholzte Deiche in der Nordwestaue. Foto: Ökolöwe

Donnerwetter! Was für eine alte Geschichte! Die hat man doch beinahe schon vergessen! Aber es ist mit dem „Tornadoerlass“ und seinen Folgen genauso wie mit der Südabkurvung am Leipziger Flughafen: Staatliche Verantwortliche stellen sich taub, ignorieren Kritik. Und wenn dann ein Umweltverband wie der Ökolöwe klagt, dann hängt er fünf Jahre in den gerichtlichen Instanzen fest, bis sich überhaupt Klarheit abzeichnet. Ehrlich? So stellt man kein Vertrauen in Politik her, meine Herren! Weiterlesen

Hochwasserschutz auf die Ich-wills-gar-nicht-wissen-Art

Sachsens Umweltminister lehnt Grünen-Antrag für ein Überschwemmungskataster wegen zu viel Arbeit ab

Foto: Ralf Julke

Wenn Ämter und Verwaltungen nicht wollen, dann wollen sie nicht. Und ein nachhaltiger Hochwasserschutz gehört zu den Dingen, die Ämter und Verwaltungen in Sachsen nicht wollen. So direkt sagt es Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) nicht. Aber seine Stellungnahme zu einem Antrag der Grünen-Fraktion liest sich genau so. Im August schon hatte der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Wolfram Günther, die sächsische Hochwasserpolitik heftig kritisiert. Weiterlesen

Grüne: Ökologischer Hochwasserschutz kommt in Sachsen nicht voran

Zum internationalen Tag der Flüsse fordern Bündnis 90/Die Grünen Sachsen die Anstrengungen bei den ökologischen Hochwasserschutzmaßnahmen zu erhöhen. „Das aktuelle Niedrigwasser in den sächsischen Flüssen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gefahr von temporären Hochwasserlagen in Sachsen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Dies belegen auch die Berechnungen des Landesamtes für Umweltschutz und Geologie Sachsen in Bezug auf den Klimawandel. Trockenheit einerseits plus das vermehrte Auftreten von sogenannten Extremwetterlagen und damit Starkregen haben das Hochwasserrisiko in Sachsen deutlich erhöht“, so Jürgen Kasek, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen. Weiterlesen

Hochwasserschutz – Simulation für den Ernstfall

Im HTWK-Wasserbaulabor wird der Umbau der Hochwasserentlastungsanlage der Talsperre Lehnmühle geplant

Foto: Robert Weinhold/HTWK Leipzig

In Talsperren aufgestaute Flüsse versorgen die Bevölkerung mit Trinkwasser, schützen vor Hochwasser und erzeugen regenerativen Strom. Viele der 370 Staumauern in Deutschland wurden im letzten Jahrhundert errichtet. Für sehr extreme Hochwasser, wie sie durch den Klimawandel in Zukunft theoretisch möglich werden könnten, sind sie oft nicht ausgelegt und müssen dementsprechend angepasst werden. So auch die Talsperre Lehnmühle im sächsischen Erzgebirge, für welche der Umbau der Hochwasserentlastungsanlage anhand eines Miniaturmodells an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geplant wurde. Weiterlesen

Natürliche Hochwasser für die Auen

Könnte Leipzig einfach so den Rückbau von Deichen im Auenwald beantragen?

Foto: Ralf Julke

Hat Leipzigs Auenwald überhaupt eine Chance, jemals wieder ein von natürlichen Hochwassern durchspülter echter Auenwald zu werden? Die Frage stand ja wieder im Raum, seit sich die befragten Leipziger in der „Bürgerumfrage 2015“ deutlich für die Wiederherstellung natürlicher Überflutungsgebiete aussprachen. Natürlich hat das Konsequenzen. Darüber redet nur keiner. Zumindest nicht ernsthaft. Weiterlesen

Bürgerumfrage 2015, Teil 5

Leipzigs „Wassertourismus“-Politik widerspricht komplett den Wünschen der Leipziger zu ihrer Auenlandschaft

Foto: Ralf Julke

Am Mittwoch, 24. August, hat ja der Leipziger Stadtrat – völlig sinnfrei – das „Tourismuswirtschaftliche Gesamtkonzept für die Gewässerlandschaft im Mitteldeutschen Raum“ beschlossen. Nicht allein. Andere Gemeinderäte aus dem „Grünen Ring“ haben noch viel unkritischer einfach die Hand gehoben – gewählte Ahnungslosigkeit. Das Problem: Damit wird die Gewässerpolitik auf ein völlig falsches Gleis geschoben. Weiterlesen

Mobiler Hochwasserschutz wird in Grimma geprobt

Grimmas Wasserwehr übt erstmals mit Big-Bags

Im Moment fließt die Mulde ruhig vor sich hin, dennoch möchte die Stadt Grimma auf eine mögliche Hochwasserkatastrophe vorbereitet sein. Am Sonnabend kommen erstmals in Grimma Big-Bags als mobiler Hochwasserschutz zum Einsatz. Wasserwehr und Feuerwehr proben den Ernstfall. „Es besteht keine akute Hochwassergefahr. Dennoch möchten wir vorbereitet sein“, sagt Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger. Er betont allerdings dabei, dass die Big-Bags lediglich ein Minimalschutz sind, um Schlimmeres zu vermeiden. Weiterlesen

Hochwasserschäden abgearbeitet, Überschwemmungsflächen vertagt

Landtagsabgeordneter kritisiert Umweltminister noch einmal für die falschen Schwerpunktsetzungen beim Hochwasserschutz

Foto: Marko Hofmann

Es war eigentlich zu erwarten, dass es auf die Meldung des Umweltministers vom Dienstag, 16. August, zur Hochwasserschadensbeseitigung sofort eine Replik geben würde. Und die bekam Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) auch postwendend vom Landtagsabgeordneten Wolfram Günther. Den beeindrucken große Zahlen schon lange nicht mehr, seit die Weichenstellungen in Sachsen so sichtlich falsch sind. Weiterlesen

Hochwasserschutz in Sachsen

2,4 Milliarden für Hochwasserschutz, aber nur lächerliche 0,4 Prozent für Überschwemmungsflächen

Hochwasser am Elsterflutbett 2013. Foto: Marko Hofmann

14 Jahre ist die große Flut von 2002 her. Sie löste damals in Sachsen so großes Entsetzen aus, dass die damalige Regierung ein milliardenschweres Hochwasserschutzprogramm auflegte, in dem nicht nur lauter neue Deiche und Rückhaltebecken steckten, sondern auch die Wiederherstellung von 7.500 Hektar Überschwemmungsflächen. Zumindest 2013 hatte man hoffen können, dass die tatsächlich bald da sind. Weiterlesen

Bau des neuen Verteilerwehrs mit erstem Abschnitt der Flutmulde fertiggestellt

Hochwasserschutz für Döbeln kommt voran

Döbeln ist auf dem Weg zu seinem Hochwasserschutz einen wichtigen Schritt weiter. Für den Hochwasserschutz wurde das alte Schlossbergwehr in der Freiberger Mulde abgerissen und ein fast 50 Meter breites modernes und leistungsfähiges Klappenwehr errichtet. Über dieses Wehr wird bei Hochwasser ein großer Teil des Wassers der Mulde in die Flutmulde abgeleitet. Der an das Wehr angrenzende Abschnitt der Flutmulde wurde dafür verbreitert. Insgesamt wurden rund 5,5 Millionen Euro aufgewendet. Weiterlesen

Eine Verwaltungsgesellschaft bekam am Donnerstag den Zuschlag für Schlobachs Hof

Geht der Eiertanz um Hochwasser und Naturschutz um Schlobachs Hof jetzt von vorn los?

Foto: Gernot Borriss

Alles wie gehabt bei Schlobachs Hof, könnte man sagen nach der Versteigerung am 12. Mai am Amtsgericht Leipzig. Weder die Stadt Leipzig, die für das direkt im Naturschutzgebiet gelegene Grundstück geboten hat, noch die Initiative um den NuKla e.V. hat den Zuschlag bekommen. Mindestens 1 Million Euro war das Mindestgebot. Den Zuschlag bekam eine Verwaltungsgemeinschaft. Weiterlesen

Kohle, Elbeschifffahrt, Flughafenausbau

BUND Sachsen mahnt Ministerpräsident Tillich mit Offenen Brief zu einer umweltfreundlicheren Politik

Foto: Matthias Weidemann

Briefeschreiben war ja 2015 ganz groß in Mode. Auch Sachsens Regierung hat immer wieder Briefe geschrieben - mal an die schwedische Regierung, mal an den deutschen Energieminister. Immer wieder ging es darum, dass man die Kohlebranche in der Lausitz unbedingt behalten wolle. Am 15. Dezember hat auch der BUND Sachsen mal einen Brief geschrieben: an die Landesregierung. Offen und unzufrieden. Weiterlesen

Ökologische Aufwertung des Gewässerabschnittes

Leipzig: Hochwasserschadensbeseitigung an der Neuen Luppe

An der Neuen Luppe im Leipziger Stadtteil Lützschena hat die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen in dieser Woche mit Bauarbeiten begonnen. Dabei werden im Rahmen der Beseitigung von Schäden aus dem Hochwasser 2013 Unterhaltungsarbeiten am Gewässer durchgeführt. Diese sollen im Februar des nächsten Jahres abgeschlossen sein und kosten rund 400.000 Euro. Weiterlesen