Artikel zum Schlagwort Plagwitz

Ein Dezember im Jahr 1891

Zeitreise in den Leipziger Westen (5): Zum Abschied die volle Rückseite des Booms

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 40In den vergangenen Teilen aus dem Westteil der Stadt war viel von Aufstieg, Größe und dem Erstarken Leipzigs im Jahr 1891 die Rede. Im letzten Teil wird die Rückseite einer Boomtown sicht­bar, welche auch viel Elend, Prostitution, Dauertrunkenheit und Gewalt erlebte. Dabei traf es vor allem – wie eigentlich so oft in der Geschichte – die Schwächsten, hier vor allem Frauen und neu nach Leipzig gekommenen Menschen. Am weitesten unten in der Rang­ordnung standen demnach eindeutig die Frauen, welche sich oft aus ländlichen Gegenden kommend in Leipzig als Dienstmägde in den Diensten aufstrebender Herrschaften Anmelden und weiterlesen.

Die „Leipziger Zeitung“ Nr. 40 ist da

Die berechtigte Frage: Wem gehört denn eigentlich diese verflixte Stadt?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWem gehört die Stadt? Das ist im Grunde das große Thema, das sich jetzt in Leipzig auf die Tagesordnung drängelt. Jetzt, wo es enger wird in der Stadt und immer mehr kreative Projekte, die in den letzten Jahren Leipzig als experimentelle Probiermeile auszeichneten, unter Druck geraten. „Kommerz frisst Kultur“ steht diesmal riesengroß auf Seite 1 der „Leipziger Zeitung“ zu lesen. Weiterlesen.

180.000 Quadratmeter Entwicklungspotenzial in Plagwitz

Die CG Gruppe will jetzt 70 Millionen Euro an der Karl-Heine-Straße für Büros und Parkhaus investieren

Foto: Gernot Borriss

Leipzig wird von großen Immobiliengesellschaften entwickelt. Und zwar in großem Maßstab, so, wie es die GC Gruppe am Dienstag, 14. Februar mit einer kleinen Meldung anschaulich machte. Die Leipziger kennen den Immobilienentwickler aktuell vor allem von großen Projekten an der Prager Straße, im Grafischen Viertel und demnächst auch am Ostplatz. Aber haben Sie schon einmal von den Kunst- und Gewerbehöfen gehört? Anmelden und weiterlesen.

Juliane Nagel (Linke): Westwerk retten und behutsame Stadtentwicklung unterstützen

Foto: L-IZ.de

Am Samstag demonstrierten an die 1.000 Menschen im Leipziger Westen für den Erhalt des Westwerkes und einer alternativen Westkultur. Dazu Juliane Nagel, Stadträtin in Leipzig, die mit anderen Linke-PolitikerInnen an der Demo teilnahm: Es ist erfreulich, dass so viele Menschen aktiv ihre Solidarität mit den Betroffenen von Mieterhöhungen und Kündigungen im Westwerk gezeigt haben. Weiterlesen.

Jugendparlament solidarisiert sich mit Protesten um Westwerk

Foto: L-IZ.de

Das Jugendparlament solidarisiert sich mit der Initiative „Westwerk retten“, die sich gegen Kündigungen von Mietverträgen von kreativen Initiativen und Offspaces (Projekträumen) einsetzt. Carolin Juler, stellvertretende Sprecherin des Jugendparlaments, meint dazu: „Das Westwerk steht im Leipziger Westen wie kein anderes Gebäude für Kreativität und Kultur. Wir sind der Meinung, dass Freiräume und kreative Initiativen wichtig für die Entwicklung einer Stadt wie Leipzig sind. Wir wollen verhindern, dass Kunst dem Konsum weichen muss.“ Weiterlesen.

Demonstration in Plagwitz

Kahle Heine? Es geht nicht nur um Geld im Westwerk + Videos

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Fragen liegen längst offen auf dem Tisch. Das Problem wohl nach wie vor – zwei Seiten desselben sind noch zu leer. Eigentlich hätten es Besitzer und Verwaltung einfach, doch es scheint schwer zu sein, einen wirklichen Dialog mit den Mietern des Westwerkes zu finden. Am 11. Februar trieb diese eigentliche Frage, warum man nicht miteinander spricht, von 14:30 Uhr bis 18 Uhr bei winterkalter Wetterlage 1.000 Teilnehmer in Plagwitz auf die Straße. Auch in Richtung der Stadtverwaltung richteten sich deutliche Appelle, die Menschen bei ihrem Vorhaben „Westwerk retten“ nicht allein zu lassen. Weiterlesen.

SPD-Stadträte zur Westwerk-Demonstration: „Das Westwerk als kreativen Hotspot erhalten“

Foto: L-IZ.de

Die SPD-Stadträte Mathias Weber und Christian Schulze fordern den Erhalt der einmaligen Kulturszene im Westwerk. Auch die Stadt steht in der Verantwortung! Im Westwerk wurden vor kurzem Kündigungen für einige Mieter ausgesprochen. Als Reaktion hat sich die Initiative „Westwerk retten“ gegründet. Der große Zuspruch zeigt, wie zahlreich sich die Menschen um die Zukunft des Westwerks sorgen. Weiterlesen.

„Westwerk retten“

Verkehrseinschränkungen rund um Aufzug am Samstag

Foto: L-IZ.de

In Zusammenhang mit einem Aufzug der Initiative „Westwerk retten“ kann es am Samstag, 11. Februar, zwischen 14:30 und 18 Uhr zu zeitweiligen Verkehrsbeeinträchtigungen in Plagwitz kommen. Der Aufzug, in dessen Verlauf mehrere Kundgebungen geplant sind und zu dem die Veranstalter etwa 500 Teilnehmer erwarten, führt vom Jahrtausendfeld über die Gießer- und Naumburger Straße zum Bahnhof Plagwitz, danach durch die Karl-Heine-Straße, Merseburger, Aurelien- und Josephstraße zur Lützner Straße und von dort über die Zschochersche Straße zur Karl-Heine-Straße zurück. Weiterlesen.

Der Stadtrat tagt: Die Stadt will im Streit um das Westwerk moderieren und beraten + Audio

Foto: L-IZ.de

Am Samstag wollen Betroffene der aktuellen Entwicklungen im Westwerk auf die Straße gehen. Am Mittwoch nahm schon einmal die Stadtverwaltung Stellung. Da es sich um einen privaten Eigentümer handelt, sieht man wenig Spielraum zum Handeln. Allerdings ergab die Anfrage von Sören Pellmann (Die Linke) einige genauere Angaben über einige Ideen der kommenden Nutzungen seitens des Besitzers. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs vier große Straßenbaustellen im Jahr 2017, 1

Die Bürgerinformation zur neuen Plagwizer Brücke muss erst noch stattfinden

Foto: Ralf Julke

Man merkt schon, wie stolz sie sind, die Planer von Stadt, LVB und Wasserwerken, wenn sie – wie am Dienstag, 31. Januar, – die großen Baumaßnahmen ankündigen, die dieses Jahr die Stadt in Atem halten werden. Denn in den letzten Jahren haben sie geübt, solche Großbaustellen gemeinsam zu koordinieren – und das scheint auch immer besser zu klappen. Es spart auch Geld und dem Leipziger so einige Nerven. Anmelden und weiterlesen.

Claudia Maicher vor Ort im Westwerk – Westwerk muss als fester Bestandteil des Leipziger Westens erhalten bleiben

Foto: Juliane Mostertz

In persönlichen Gesprächen mit Mieterinnen und Mietern am Freitagvormittag hat sich Claudia Maicher, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion und Abgeordnete aus dem Leipziger Westen, über die Situation vor Ort informiert und wirbt: „Das Westwerk muss in seiner vielfältigen Nutzungsform für den Leipziger Westen erhalten bleiben. Unterschiedliche Interessenlagen sollten im persönlichen Dialog der Beteiligten miteinander in Einklang gebracht werden.“ Weiterlesen.

Mieterhöhungen, neue Pläne und Gesprächsangebote

Durcheinander im Westwerk: Ein Interview mit dem Vermieter

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWenn es lange mit Antworten dauert, entstehen Bilder. Nicht immer sind es schöne, Gerüchte schießen ins Kraut und das Munkeln wird lauter und lauter. Kurz nach der Veröffentlichung zu den Vorgängen im Westwerk Leipzig vom Freitag, 27.01., erreichten die L-IZ.de nun auch Antworten der Westwerk GmbH, dem Vermieter des Areals an der Karl-Heine-Straße. Rings um die Fragen von Mietsteigerungen und öffentlichen Statements einiger Mieter dazu und der öffentlichen Nennung des Konsums als eventueller Neumieter beantwortete nun Geschäftsführer Peter Sterzing die am Montag, 23. Januar versandten Fragen zum Thema. Weiterlesen.

Durcheinander in Plagwitz

Der Konsum an der Karl-Heine-Straße? Ein Kurzinterview zum Thema Westwerk

Foto: Konsum Leipzig

Für alle LeserBei all dem Trubel rings ums Westwerk sind längst mehr Namen gefallen, als einer geordneten Verhandlung allgemein guttun dürfte. So auch der des Konsum Leipzig, welcher am Freitag, 27. Januar 2017, gegenüber L-IZ.de bestätigte, Interesse an einer neuen Filiale im Westwerk zu haben. Zum Stand der Überlegungen für die Karl-Heine-Straße deshalb einige Aussagen von Matthias Benz, Leiter der Kommunikation der Konsum Genossenschaft Leipzig. Weiterlesen.

Gentrifizierung in Plagwitz

Westwerk: Ausweichen, Munkeln, Entmieten

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit Tagen läuft nun die Gerüchteküche rings ums Westwerk Leipzig heiß. Hatte es zum Ende letzten Jahres mit der Kündigung der Ausstellungsmacher von „Westpol Airspace“ begonnen, setzte sich der Reigen der Veränderungen an der Karl-Heine-Straße vor Weihnachten fort. Mehrere Mieter erhielten Briefe mit teils rechtswidrigen Mieterhöhungsankündigungen, wenige Wochen später wollen die Ersten aufgeben. Die intransparenten Gründe für das rabiate Vorgehen des Vermieters Westwerk GmbH variieren, das teils unkommentierte Handeln erzeugt Gerüchte. Eines jedenfalls ist nun geklärt und könnte den Grund liefern. Der Konsum möchte tatsächlich im Westwerk einziehen. Weiterlesen.

Plagwitzer Brücke soll erneuert werden

Die Plagwitzer Brücke über die Weiße Elster soll erneuert werden. Dies geht aus der Sitzung der Verwaltungsspitze hervor. Vorgesehen ist eine Konstruktion als Einfeldbauwerk ohne Zwischenpfeiler. Der aufgrund des schlechten Zustands des Übergangs in der Karl-Heine-Straße dringend notwendige Ersatzneubau soll (vorbehaltlich des Beschlusses in der Stadtratssitzung am 8. März) im September 2017 beginnen. Weiterlesen.

Ein Viertel verliert die Pioniere

Plagwitz verändert sich: Das Westwerk in der Metamorphose

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs hatte immer wieder leise angeklungen, schon im Oktober 2016 gab es erste Gerüchte rings um das Westwerk Leipzig. In privater Hand befindlich, deuteten sich neue Ideen des Besitzers an: es roch nach Geld verdienen, wo sich bislang eine muntere Szene preiswert tummelte. Doch die Zeit der ersten Erschließungen und Ansiedlungen geht offenkundig dem Ende entgegen. Nachdem es bereits bei der Ansiedlung eines weiteren REWE auf dem Gelände des Felsenkellers rumorte, ist nun von einem weiteren Markt und neuen Nutzungen im Westwerk die Rede. Plagwitz verändert sein Gesicht. Weiterlesen.

Am 18. Januar: Informationsabend zum Ausbau der Birkenstraße

Die Umgestaltung der Birkenstraße im Sanierungsgebiet Plagwitz ist Thema eines Informationsabends am 18. Januar, 18:30 Uhr, im Stadtteilbüro Leipziger Westen (Karl-Heine-Straße 54). Gemeinsam mit dem Stadtumbaumanagement Leipziger Westen stellen das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung und das Verkehrs- und Tiefbauamt die Planung vor, nehmen Anregungen auf und stehen für Rückfragen zur Verfügung stehen. Weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 4): Es brennt, die Buchdrucker streiken und ein Freizeitsport wird wissenschaftlich beraten

Foto: Stadtarchiv Leipzig

Doch zuerst einmal geht es wieder um Geld. In Plagwitz müssen endlich neue Schulen gebaut werden, vor allem an „höheren Schulen“ – hier sind noch Realschulen gemeint – ist Mangel. Für manchen Buchdrucker wird im Streik die Luft langsam dünn, doch längst tritt man im Arbeitskampf organisiert auf. Während der Vorläufer der LVB die monatlichen Beförderungszahlen mitteilt, entwickelt es sich rasant – das Postwesen. Und die Kriminalität blüht. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 3): Leipzig will mehr Macht in Sachsen

Bild: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Das Jahr 1891 ist ein wichtiges in der Messestadt. Enorme Wachstumsraten bei der Bevölkerung durch Eingemeindungen, eine Verwaltung für immer mehr Menschen wird nötig und eine neue politische Kraft macht sich bemerkbar. Die SPD – jahrelang durch den eisernen Kanzler Bismarck mit „Sozialistengesetzen“ traktiert, blüht bei wachsenden Arbeiterzahlen auf. Doch Leipzig hat neben einem wachsenden Machtanspruch als größte Stadt Sachsens auch mit der wachsenden Kleinkriminalität zu kämpfen. Die Zeiten sind rau, geschenkt wird einem nichts. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig wird das erste Mal „Boomtown“

Zeitreise in den Leipziger Westen (Teil 2): Der „Elster-Saale-Kanal“ entpuppt sich als wohl ältestes Großprojekt

Foto: Stadtarchiv Leipzig

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Wenn heute wieder vom „Elster-Saale-Kanal“ als angeblich wichtiges Projekt hier und da die Rede ist, zeigt ein Blick ins Jahr 1891 und die damaligen Berichte der Leipziger „Westend-Zeitung“ den Beginn eines Jahrhundertscheiterns. Doch im Leipziger Westen wähnt man sich bereits damals im Besitz eines großen Plans für die Binnen-Schifffahrt bis an den Hamburger Hafen. Unbekannt dürfte sein, dass man dabei damals noch mit den Gohlisern konkurrierte. Lindenau hingegen erhält in dieser Zeit das heute bekannte Gesicht – ein Bauboom setzt ein. Auch die heute noch bekannte Vermischung von Journalismus und Werbung ist schon damals Anmelden und weiterlesen.