Artikel zum Schlagwort Mindestlohn

NGG zu Zoll-Kontrollen

30 Leipziger Gastronomiebetriebe wurden 2018 bei Mindestlohnverstößen erwischt

Foto: NGG

Für alle LeserIm Juli 2014 beschloss der Bundestag die Einführung des Mindestlohns, das größte Erfolgsprojekt der SPD in den letzten Jahren. Doch noch immer versuchen Unternehmer in verschiedenen Branchen, den Mindestlohn zu unterlaufen. „Gewerkschaftsbund beklagt: Werden Millionen Beschäftigte um den Mindestlohn betrogen?“, meldete die F.A.Z. am 26. Juni. Und auch wenn der Zoll in Sachsen kontrolliert, werden immer wieder Unternehmer ertappt, die ihre Arbeitskräfte billig arbeiten lassen. Ein Problemfeld: die Gastronomie. Weiterlesen

Fünf Jahre Erfolgsgeschichte: Der Mindestlohn feiert Geburtstag

Foto: Benno Kraehahn

Ein ur-sozialdemokratisches Gesetz wird heute fünf Jahre alt: Am 3. Juli 2014 hat der Deutsche Bundestag den Mindestlohn beschlossen und damit eine starke Lohnuntergrenze eingezogen. Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich Wirtschaft und Arbeitsmarktlage in Deutschland seither nicht verschlechtert – im Gegenteil: Die gute Konjunktur hat sich von Jahr zu Jahr sogar noch verbessert, ebenso wie die Situation abertausender Beschäftigter. Weiterlesen

Eine korrigierte Bundestagsanfrage, die nichts am Wesentlichen ändert

9,19 Euro je Stunde Mindestlohn sind selbst nach Ansicht der Bundesregierung deutlich zu wenig

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Debatte um die von der SPD ins Spiel gebrachte Grundrente hat ja die Fronten klar aufgezeigt: Während die Parteien und Interessenverbände der Reichen und Besserverdienenden tobten und behaupteten, diese Grundrente ließe sich gar nicht bezahlen, bekam die SPD gerade von Betroffenen und Sozialverbänden positive Signale. Denn die Argumente zum Nicht-Bezahlen-Können sind erstunken und erlogen. Harte Worte? Leider passende Worte. Weiterlesen

Auswertung zur Bürgerumfrage 2017, Teil 12

Im Grunde gehört jeder zweite Leipziger noch immer zu den working poor

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bürgerumfrage 2017 lieferte erstmals auch umfangreiches Material zu der Frage: Wer in Leipzig ist eigentlich arm? Und warum? Vor allem weil eine Frage die Statistiker beschäftigte: Warum fallen die Jahrgänge, die von der „Wende“ besonders heftig betroffen waren, auch 25 Jahre später noch in jeder Statistik zu Einkommen und Armut auf? Kein alleiniges ostdeutsches Thema. „Working poor“ sind ein Ergebnis erzkonservativer Wirtschaftspolitik. Weiterlesen

Höhe der Löhne entscheidend für Fachkräftesicherung in Sachsen – Mindestlohn unverzichtbarer Baustein

Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen

Der sächsische Arbeitsminister Martin Dulig machte bei der heutigen Debatte zum Thema Mindestlohn im Landtag klar: „Der flächendeckende Mindestlohn in Deutschland ist und bleibt unverzichtbar, er ist ein historischer Erfolg.“ Er wies darauf hin, dass die Einführung des Mindestlohns in keinem anderen Bundesland zu größeren positiven Effekten geführt hat als in Sachsen. „Ganze 44 Prozent der Betriebe erhöhten die Löhne infolge der Mindestlohneinführung, 16 Prozent unserer Beschäftigten profitieren vom allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn.“ Weiterlesen

IG BAU kritisiert den immer noch riesigen Niedriglohnsektor in Leipzig

54.500 Vollzeit-Beschäftigten in Leipzig droht im Alter Hartz IV

Foto: IG BAU

Für alle LeserFür sich selbst würden sie wahrscheinlich nicht einmal sagen, dass sie arm sind. Denn in der Regel gehören sie nicht zu den wirklich als „armutsgefährdet“ geltenden Leipzigern, die mit Hartz IV oder prekären Mini-Jobs auskommen müssen. Sie arbeiten Vollzeit, bekommen gerade so genug, um einigermaßen auskömmlich zu leben. Aber tatsächlich verdienen 54.500 Leipziger nicht genug, um später eine auskömmliche Rente zu bekommen. Davor warnt die IG BAU. Weiterlesen

Nach dem Bau rückt jetzt das Hotel- und Gaststättengewerbe in den Fokus der Fahnder

Registrierte Verstöße gegen Mindestlohn-Regeln haben in Sachsen noch einmal zugelegt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich hat der Mindestlohn in Sachsen manch Gutes bewirkt. Zumindest hat er die leidige Niedrigstlohn-Politik in Sachsen ein Stück weit korrigiert. Doch obwohl in vielen Branchen mittlerweile die Leute fehlen, fallen immer wieder Arbeitgeber damit auf, dass sie die Regeln des Mindestlohnes unterlaufen. Nachdem im Bau die Zahlen etwa rückläufig sind, fällt jetzt das Gastgewerbe auf. Weiterlesen

DGB zu drei Jahren Mindestlohn

Der Mindestlohn hat Sachsen mehr Lohn und auch mehr Beschäftigung gebracht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBis 2014 war Sachsen – auch ganz regierungsamtlich – das Vorzeige-Niedriglohn-Land in der Bundesrepublik. Nicht nur in Branchen, die sowieso mit niedrigen Umsätzen zurechtkommen müssen, war das Lohnniveau gering. Auch große Konzerne nutzten die Rahmenbedingungen, um eine ganze Palette von prekären Jobmodellen zu entwickeln. Als es 2015 zur Einführung des Mindestlohns kam, waren sie die lautesten, die eine Arbeitsmarktkatastrophe beschworen. Eingetreten ist das Gegenteil. Weiterlesen

Bevölkerung klüger als einige „Experten“

Nico Brünler (Linke): Mindestlohn-Realität widerlegt Deutsche Bank und Ifo-Institut

Foto: DiG/trialon

Zu den Ergebnissen der Umfrage von „Infratest dimap“ im Auftrag des DGB zum Mindestlohn erklärt Nico Brünler, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Was haben die Kritiker bei seiner Einführung getobt: Der Mindestlohn würde todsicher mindestens 450.000 bis eine Million Arbeitsplätze kosten, schrieb die Deutsche Bank Research 2013. Auch Wirtschaftsverbände und das Ifo-Institut argumentierten ähnlich und waren dagegen. Und was ist passiert?“ Weiterlesen

IAB-Studie zum Mindestlohn

Mindestlohn trägt vor allem zur Normalisierung des ostdeutschen Arbeitsmarktes bei

Foto: Ralf Julke

Was hat die Einführung des Mindestlohns eigentlich bewirkt? Ein Effekt jedenfalls war, dass tausende Minijobs in Vollzeitarbeitsplätze verwandelt wurden. Das zeigt jetzt auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die Daniela Kolbe, Generalsekretärin der sächsischen SPD, zu dem Fazit bringt: Der Mindestlohn ist ein Segen für Ostdeutschland. Weiterlesen

Arbeitsmarktintegration: Ungleichbehandlung nützt niemandem

Foto: René Loch

Zum Vorstoß des sächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Frank Kupfer, für Flüchtlinge ein eigenes Lohnmodell schaffen zu wollen, erklärt Hassan Soilihi Mzé, Vorsitzender der SPD Leipzig: „Herrn Kupfers Vorschlag zu einem Kombi-Lohnmodell für Flüchtlinge greift viel zu kurz. Bei der Verbindung von Arbeitgeberanteil und öffentlicher Förderung entstehen den Betroffenen zwar keine Einkommensverluste – aber ist der Weg dahin wirklich der, den wir wollen?“ Weiterlesen

Homann: Mindestlohn nicht antasten

SPD lehnt Ausnahmen für Geflüchtete ab

Foto: Götz Schleser

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Debatte um Kombilohn statt Mindestlohn für Geflüchtete (vgl. LVZ/DNN vom 9. Januar): „Ein Kombilohn für Geflüchtete würde die Arbeitslöhne für den Arbeitgeber deutlich günstiger machen als die für alle anderen Arbeitnehmer. Das würde zu Recht für Ärger sorgen.“ Weiterlesen

Zwei Jahre Mindestlohn in Sachsen

Arbeitsminister Martin Dulig: Niedrige Löhne sind kein Standortvorteil – Tariflöhne helfen bei der Fachkräftesicherung

Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen

Arbeitsminister Martin Dulig zu Erhöhung des Mindestlohnes ab Januar 2017: „Es ist gut, richtig und angemessen, dass der gesetzliche Mindestlohn steigt. Die Anhebung auf 8,84 Euro ab Januar 2017 ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten in Sachsen. Die Vorhersagen vieler Kritiker, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes Anfang 2015 zu massiven Jobverlusten führen wird, ist durch die anhaltend gute Konjunktur und Nachfrage nach Arbeitskräften insbesondere einer steigenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung widerlegt. Weiterlesen

Tarifrunde Systemgastronomie – Gewerkschaft will „mehr als Mindestlohn“

Leipzig: NGG fordert Lohn-Plus für Beschäftigte bei McDonald’s & Co.

Foto: NGG Leipzig-Halle-Dessau

M wie McDonald’s – M wie Mindestlohn? In Leipzig können Beschäftigte der Restaurant-Kette noch nicht darauf hoffen, ab Januar deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde zu bekommen. Der Grund: Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), zu dem auch Marken wie Burger King oder Nordsee gehören, sperrt sich in der laufenden Tarifrunde weiterhin gegen ein kräftigeres Lohn-Plus. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Weiterlesen

Frust in den Backstuben – Viele Bäcker müssen vom Mindestlohn leben

1.000 Bäckerei-Beschäftigte in Leipzig verdienen zu wenig Brötchen

Foto: NGG Leipzig-Halle-Dessau

Dicke Luft in den Backstuben: Wenn es ums Brötchenverdienen geht, schneiden die Bäcker in Leipzig schlecht ab. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele der rund 1.000 Bäckerei-Beschäftigten in Leipzig werden mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro abgespeist. Wer Glück hat, liegt ein paar Cent drüber. Der Lohn-Geiz im Bäckerhandwerk ist extrem, dreist und unverschämt“, sagt Jörg Most. Der Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau wirft der Innung vor, Bäckereien bewusst zu „Armutslohn-Betrieben“ zu machen. Weiterlesen

Zweites Quartal 2016: Erwerbstätigenzahl wächst

Der Abbau der marginalen Beschäftigung in Sachsen geht munter weiter

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Am Donnerstag, 20. Oktober, veröffentlichte das Sächsische Landesamt für Statistik gleich zwei Meldungen – eine zur Beschäftigung im Jahr 2015 und den verblüffenderweise sinkenden Beschäftigtenzahlen. Und gleich dazu die Statistik zum 1. Halbjahr 2016: Der Beschäftigungsaufbau geht (wieder) weiter. Es ist schon erstaunlich, wie der Mindestlohn wirkt. Weiterlesen