Artikel zum Schlagwort Friedliche Revolution

Zwei Revolutionen in einem Topf

So richtig gewollt sind die Feiern zum 30-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution in Sachsen nicht

Foto: Juliane Mostertz

Für alle LeserMan kann sich drum sorgen. Stimmt. 30 Jahre Friedliche Revolution, das jährt sich 2019 zum 30. Mal. Ein paar Leute werden das sicher feiern. Auch Leipzig. Auch wenn bis dahin natürlich noch nirgendwo ein Freiheitsdenkmal steht. Denn eigentlich will es nicht mal der OBM. Sagt er nur nicht. Und die sächsische Regierung möchte das Jubiläum eigentlich auch nicht feiern. Was Katja Meier nur verblüfft feststellen kann. Weiterlesen

Eröffnung der deutsch-arabischsprachigen Präsentation zu den „Orten der Friedlichen Revolution“ in der Sprachschule Berlitz

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und die Sprachschule Berlitz laden am Montag, den 12. Juni 2017, um 12:30 Uhr zur Eröffnung ihrer deutsch-arabischsprachigen Präsentation zu den „Orten der Friedlichen Revolution“ ein. Die Veranstaltung findet in der Sprachschule Berlitz (Petersstraße 32/34) statt. Mit dabei sind u.a. Stojan Gugutschkow, Leiter des Referats für Migration und Integration der Stadt Leipzig, und Simone Feldmeier, Deutschlehrerin bei Berlitz, die selbst Probleme in der DDR-Diktatur bekam. Weiterlesen

Aktion Sühnezeichen, Friedliche Revolution, Runder Tisch und Ratspräsidentschaft

Die sehr zurückhaltenden Erinnerungen des Vermittlers Friedrich Magirius

Foto: Ralf Julke

Wer Peter Wensierskis Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ gelesen hat, ist auch über den zarten Hinweis auf Friedrich Magirius gestolpert. Der kommt als Akteur in Wensierskis Buch eher nur beiläufig vor. Dafür gibt es den Hinweis auf Magirius’ geplante Autobiographie. Nun ist sie da. Und sie bestätigt die Position der Protagonisten aus Wensierskis Buch. Weiterlesen

Ein kleiner Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2016, Teil 6

Die Friedliche Revolution braucht kein Gedenken, sondern ein Fest

Foto: Ralf Julke

Eine kleine Frage schien der Leipziger Verwaltungsspitze dann doch sehr wichtig: Wie wichtig finden die Leipziger ein Gedenken an den 9. Oktober 1989? Wobei schon die Frage Verwirrung stiftet: Warum nur den 9. Oktober? Warum nicht die ganze Friedliche Revolution? Weiterlesen

Schluss mit der Beweihräucherung der Friedlichen Revolution

Peter Wensierski erzählt, wie eine Gruppe junger Leipziger die schönste Rebellion der deutschen Geschichte ins Rollen brachte

Foto: Ralf Julke

Es ist kein Zufall, dass dieser Buchtitel Assoziationen weckt. So ganz sachte an Milan Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Nicht nur bei der Wortwahl, die natürlich verblüfft, nachdem Berge von Büchern die Vor-Zeit der Friedlichen Revolution eher als düster, beklemmend, trist gezeichnet haben. Und nun das: das Porträt einer Gruppe junger Menschen, die ihre Lust am Leben in eine Rebellion verwandelte. Weiterlesen

Eine Buchpremiere aus dem Herzen des '89er Herbstes

Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte oder Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Cover: DVA

Durchgelesen haben wir das dicke Buch noch nicht, immerhin hat es stolze 440 Seiten und ist im Grunde der erste richtige Roman über jene jungen Leipziger, die die Ereignisse des Herbstes 1989 so richtig ins Rollen brachten. Erschienen ist es am 13. März. Aber natürlich ist der Buchmessetermin, an dem es vorgestellt wird, nur zu empfehlen. Weiterlesen

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

„Mit Kerzen haben sie nicht gerechnet“: Buchvorstellung und Diskussion am 9. November

Die Friedliche Revolution gehört zu den wichtigsten und prägendsten Ereignissen der neueren deutschen Geschichte und bildet das Fundament für die Wiedervereinigung und das Leben, wie es heute in Deutschland stattfindet. Im Herbst 1989 gingen tausende Menschen auf die Straße und forderten Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Mit Erfolg: Am 9. November, einen Monat nach der entscheidenden Demonstration in Leipzig, fiel die Mauer. Weniger als ein Jahr später war Deutschland wiedervereinigt. Weiterlesen

Buchpremiere am 3. November: Unzertrennlich trotz Mauer und Eisernem Vorhang von Hanno Speich

Foto: Ralf Julke

Zusammen in Leipzig aufgewachsen trennen sich 1948 die Wege von Hanno und Manfred, nachdem Hanno mit seiner Familie nach Triest fliehen muss. Ein außergewöhnlich Briefwechsel entsteht, in dem sich die Geschichte der Zeit in den mitgeteilten Hoffnungen, Emotionen, Erfolgen, aber auch Sorgen und Ängste widerspiegelt. 1992 können sich Hanno und Manfred endlich wieder in den Armen halten. Drei Jahre nach der Wiedervereinigung und 44 Jahre nach Hannos Flucht aus Leipzig. Es ist, als wären sie immer zusammen geblieben und niemand hätte sie entzweit. Weiterlesen

„Demokratie Jetzt. Der schwierige Weg zur deutschen Einheit“ – Buchvorstellung und Podiumsgespräch am 13. Oktober

Mit dem „Aufruf zur Einmischung in eigener Sache“ und den „Thesen für eine demokratische Umgestaltung in der DDR“ gründete sich am 12. September 1989 die Vereinigung Demokratie Jetzt. Sie war eine der wichtigen Oppositionsgruppen, die im Herbst 1989 die Friedliche Revolution auf den Weg brachten und gestalteten. Der Mitbegründer Gerhard Weigt hat nun ein Buch über die Geschichte der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt geschrieben, bei der er auch die Vorgeschichte sowie den Verlauf der Friedlichen Revolution intensiv beleuchtet. Weiterlesen

Die Friedliche Revolution in Dokumenten

Das Buch mit den Tönen vom 9. Oktober 1989 wird am 17. Oktober in der Nikolaikirche vorgestellt

Foto: Ralf Julke

Auf diesen Fund ist das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. stolz: zwei heimlich mitgeschnittene Reden aus dem Neuen Rathaus vom 9. Oktober 1989, die miterleben lassen, wie die Funktionäre damals die Parteimitglieder in der Verwaltung auf den 9. Oktober einschworen. Dass die Hardliner damals tatsächlich um „die Macht“ kämpfen wollten, ist heute fast vergessen. Auch heute Abend wird wieder das Friedliche an der Friedlichen Revolution gefeiert. Weiterlesen

Lange Ausstellungsnacht und dezentrale Lichtprojekte in der „Runden Ecke“ zum Tag der Friedlichen Revolution

Am 9. Oktober lädt das Bürgerkomitee Leipzig e.V. zur langen Ausstellungsnacht ein, die im Anschluss an das Lichtfest in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ stattfinden wird. Interessierten bietet sich hier bei Rundgängen durch die Ausstelllungen die Möglichkeit, Zeitgeschichte am Original-Ort zu erleben. Ergänzend werden auch zwei dezentrale Lichtinstallationen die „Runde Ecke“ als bedeutungsvollen Ort der Friedlichen Revolution in Leipzig markieren. Weiterlesen

800 Jahre Widerständigkeit in Leipzig

23 Kapitel zu einer Stadt zwischen Demo, Aufstand und gedrucktem Widerspruch

Foto: Ralf Julke

Das hier ist sozusagen ein Wunschbuch. Oder der Anfang davon: Ein Buch über das mehr oder weniger rebellische Leipzig. Denn zumindest für die vergangenen 200 Jahre gilt: Leipzig war eine rebellische Stadt. Das hat Gründe. Und 2014 wurde das von mehreren klugen Köpfen im Rahmen des Tages der Stadtgeschichte thematisiert. Weiterlesen

Leipziger Lichtfest 2016

Über Mut, Werte, Veränderung und die Benutzung des eigenen Kopfes zum Denken

Foto: Ralf Julke

Wenn Tobias Hollitzer vom Bürgerkomitee Leipzig richtig gezählt hat, feiert Leipzig am 9. Oktober das zehnte Lichtfest. Das kann man eine Tradition nennen, mit der 1999, als Leipzig zum ersten Mal daran dachte, die „Friedliche Revolution“ mit einer Feier zu würdigen, nicht unbedingt zu rechnen war. Den nächsten Anlauf gab es ja dann 2007 auf dem Nikolaikirchhof. Erst mal probehalber: Interessiert das die Leipziger überhaupt noch? Weiterlesen

Rainer Dorndecks Demo-Bilder erstmals in einem Buch

Von einem Leipziger Herbst, der mit Regen begann und mit einem Einheits-Wahlkampf endete

Foto: Ralf Julke

Immer tiefer taucht der Herbst ‘89 ab in die Speckschichten der Geschichte. Auch neue Schichten der Verklärung der Friedlichen Revolution legen sich darüber. Die Deutungen der Herbsttage verändern sich. Höchste Zeit eigentlich, die Zeugnisse der Erinnerung zu sichern. Auch in Fotobänden, die die Fotografen des Leipziger Herbstes würdigen. In diesem Fall Rainer Dorndeck, der den Herbst ab Oktober begleitete. Weiterlesen

Briefe zwischen Leipzig, Triest und Mailand

Die Lebensgeschichte zweier Leipziger Jugendfreunde in Rückblenden und Briefen über Grenzen hinweg

Foto: Ralf Julke

Wenn man älter wird und die Beanspruchungen des Berufslebens aufhören, dann sollte man sich nicht unbedingt hinsetzen und so tun, als würde sich die Gegenwart jetzt nach der Vergangenheit richten müssen. Aber leider tun das viele Alte. Nur die wenigsten setzen sich wirklich hin wie Hanno Speich in Mailand und gehen ihrer eigenen Geschichte auf den Grund. Es ist auch ein Stück Leipzig-Geschichte. Weiterlesen

Gleichberechtigte Nutzung des ehemaligen Kinosaals der Stasi durch das Schulmuseum durchsetzen

In dem Streit um die Wiederherstellung der paritätischen Nutzung des ehemaligen Kinosaals der Staatssicherheit durch das Schulmuseum und das Bürgerkomitee Leipzig e.V. hat sich jetzt der Vorsitzende der Theodor-Litt-Gesellschaft, der frühere Kanzler der Universität Leipzig, Peter Gutjahr-Löser, zu Wort gemeldet: Mit erheblichem Aufwand und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft, der Bundeszentrale und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie dem Schulmuseum der Stadt Leipzig haben wir das seit 1997 alljährlich stattfindende Theodor-Litt-Symposion vorbereitet, bei dem Fachleute aus dem In- und Ausland zentralen Fragen nachgehen, die für die Grundsatzorientierung im Bildungswesen von Bedeutung sind. Weiterlesen

Einem gedankenlosen SPD-Antrag die Spitze nehmen

Leipzig hat genug repräsentative Orte für eine Ausstellung zu Muslimen in Deutschland

Foto: Ralf Julke

Die Ausstellung „Was glaubst Du denn?! Muslime in Deutschland“ ist wichtig für Leipzig. Keine Frage. Doch um damit einen politischen Willen durchzusetzen, eignet sie sich eigentlich nicht. Das wurde jetzt Thema, als das Bürgerkomitee Leipzig heftig protestierte, den Kinosaal im alten Stasi-Komplex „Runde Ecke“ im Oktober räumen zu müssen, damit die SPD dort die Ausstellung zeigen kann. Weiterlesen

Streit um den Kinosaal: Runde Ecke ist der authentische Ort der Friedlichen Revolution

Im Streit um den Kinosaal zeigt sich eine große politische Frage: beide Einrichtungen, Schulmuseum und Runde Ecke, wollen und können sich entwickeln und beanspruchen den dazu nötigen Raum. Eine Abstimmung zur Nutzung der Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche war in den letzten Jahren nicht mehr erfolgreich. Nun möchte die SPD-Fraktion den Anspruch des Schulmuseums per Stadtratsbeschluss durchsetzen. Weiterlesen

Schon mal Entscheidungen treffen, ohne dass die Zukunftskonzepte vorliegen

SPD will der Runden Ecke den alten Stasi-Kinosaal komplett entziehen, die Stadt nur halb, geklärt ist nichts

Foto: Bürgerkomitee Leipzig

Jahrelang ging alles gut, zeigten zwei wichtige Leipziger Erinnerungsstätten, dass sie ganz gut miteinander harmonieren: das Schulmuseum und die Gedenkstätte "Runde Ecke". Doch nun gibt es Ärger um den ehemaligen Kinosaal der Leipziger Stasi, den vor allem die Gedenkstätte "Runde Ecke" nutzte, um Filme einer überwachungsbesessenen Vergangenheit zu zeigen. Zwei SPD-Anträge im Stadtrat wollen damit Schluss machen. Weiterlesen

Individuelle Geschichten, kollektive Erinnerungen

Wie haben die Leipziger ihren Aufbruch von 1989 erlebt?

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Rätsel, oder? Ein Wunder? Eine Weihnachtsüberraschung? So alle fünf Jahre beginnt ja immer wieder das große Rätselraten über den Hebst 1989 und über die Frage: War es nun eine Revolution? Ein Zusammenbruch? Eine Wende? Oder irgendetwas anderes? Und welche Rolle spielten eigentlich die Bürger? Das wollte die Kulturwissenschaftlerin Susan Baumgartl 2009 mal herausbekommen. Weiterlesen